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Fußball

29.08.2018

Zwei junge Aichacher trainieren die Schwaben-Frauen

Als neue Trainer für die Bayernliga-Frauen des TSV Schwaben Augsburg hat Teammanager Roger Schlensog (Mitte) Martin Janyga (links) und Christoph Bauer engagiert.
Bild: Siegfried Kerpf

Warum Christoph Bauer und Martin Janyga (vorher TSV Sielenbach) dem Ruf des Augsburger Bayernligisten folgten und was sie für die Saison erwarten.

So wie die Saison für die Fußballerinnen des TSV Schwaben Augsburg losgegangen ist – nämlich mit einem 3:2-Sieg im Pokal gegen den SC Amicitia München –, kann sie gerne auch in der Liga weitergehen. Denn da haben die Schwaben-Frauen und ihr neues Trainer-Team Christoph Bauer und Martin Janyga am Samstag die erste Bewährungsprobe. Im heimischen Ernst-Lehner-Stadion wird um 17.30 Uhr der Bayernliga-Konkurrent SV Thenried empfangen.

„Das ist ein großes Fragezeichen“, gibt Christoph Bauer unumwunden zu, dass er von einigen Gegnern aus der Bayernliga noch nicht allzu viele Informationen hat, „wir werden ein bisschen brauchen, bis wir wissen, wo wir stehen. Aber vom Papier her ist unser Auftaktprogramm machbar. “ Bauers bisheriges Tätigkeitsfeld war vorwiegend die Bezirksliga. Dorthin hat er die Frauen des TSV Sielenbach (Landkreis Aichach-Friedberg) innerhalb der vergangenen drei Jahren aus der Kreisklasse gebracht. Der 27-jährige Aichacher spielte früher selbst für den FC Stätzling, den TSV Inchenhofen und den TSV Sielenbach und war lange Zeit auch Schiedsrichter, doch mittlerweile gefällt ihm der Job an der Seitenlinie besser. Schon vor vier Jahren hat er seinen Trainerschein gemacht. „Für mich war durch mein Lehramtsstudium klar, dass ich selbst nicht höher spielen werde. Deshalb habe ich mich aufs Trainersein konzentriert. Erst bei den Jugendmannschaften in Sielenbach und dann bei den Damen“, erzählt Bauer.

Die letzten drei Jahre war Martin Janyga an seiner Seite. Der 23-Jährige spielte bereits beim BC Aichach, TSV Sielenbach und TSV Inchenhofen, derzeit ist er beim TSV Dasing als Spieler und Torwarttrainer im Einsatz. „Ich teile mich auf“, sagt Janyga schmunzelnd, „klar gibt es am Wochenende Überschneidungen, aber ich habe das mit beiden Vereinen geregelt. Es wird nach Wichtigkeit entschieden.“

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Zwei Aichacher Trainer wagen den Sprung in die Bayernliga

Schnell waren sich Bauer und Janyga mit Schwaben-Manager Roger Schlensog einig, der ein neues Trainerteam für seine abgestiegene Regionalliga-Mannschaft suchte. „Ich habe mir gedacht, dass vielleicht mal etwas Jüngeres besser ist für unsere Fußballerinnen. Wir machen von der Abteilungsleitung auch keinen Druck, wir fordern keinen Wiederaufstieg. Mir ist wichtig, dass wir bei Schwaben wieder zu einer Einheit werden und dass wir den jungen Talenten, die wir im Verein haben, Chancen bieten.“

Vorschläge, die bei den neuen Trainern auf offene Ohren stoßen. Mit einer Mischung aus erfahrenen Spielerinnen wie Mona Budnick, Melanie Zeidler oder Lisa Steppich und jungen Talenten wollen Bauer und Janyga die erste Bayernliga-Saison stemmen. Sie mussten nicht lange überlegen, dem Ruf nach Augsburg zu folgen. Der Anreiz, höherklassig zu trainieren, habe den Ausschlag gegeben.

Doch warum geben Bauer und Janyga Frauenmannschaften den Vorzug? „Frauen sind dankbarer zu trainieren, weil der Wille da ist, wirklich etwas zu lernen. Sie fragen nach und sind interessiert“, berichtet Bauer von seinen Erfahrungen aus Sielenbach. „Ich glaube, hier bei Schwaben funktioniert das genauso. Menschlich passt es schon sehr gut und fußballerisch, glaube ich, kann ich den Mädels schon noch was beibringen.“ Kollege Janyga ist ebenso angetan. „Die Trainingsgestaltung ist sogar einfacher als in Sielenbach, denn wir haben hier 18 Mädels, die alle auf einem Niveau spielen. Da kann man sich gut auf Inhalte konzentrieren und muss nicht schauen, wie man auch Spielerinnen gerecht wird, die vielleicht erst ein halbes Jahr Fußball spielen.“

Den ersten Erfolg gab es mit dem 3:2 in der zweiten Runde des BFV-Pokals. Sabrina Eder, Mona Budnick und Mannschaftsführerin Lisa Steppich erzielten die Tore. „Die Mannschaft lernt recht schnell“, lobt Christoph Bauer mit Blick auf die bisherigen Spiele, „die Dinge, auf die wir den Fokus gelegt haben, wurden umgesetzt. Wenn wir uns in diesem Tempo weiterentwickeln, ist das alles ganz gut anzuschauen.“

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