Bayernliga I

17.11.2019

Zweimal Rot für Türkspor

Aufregung gab es im Derby zwischen Türkspor Augsburg und Schwabmünchen genügend. Hier beschwert sich Türkspor-Torschütze Emre Arik.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Im Derby gegen den TSV Schwabmünchen kommt es zu turbulenten Szenen

Servet Bozdag war nach dem Schlusspfiff der Partie gegen den TSV Schwabmünchen sichtlich bedient. Der Trainer des Fußball-Bayernligisten Türkspor Augsburg haderte zum einen mit der 2:3 (2:2)-Heimniederlage, zum anderen ärgerte er sich über die Platzverweise gegen zwei Spieler seines Teams. „Ich weiß nicht, über was ich mich heute mehr ärgern soll“, erklärte er.

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Die Gäste aus Schwabmünchen, die weiter an dem Aufstiegsrelegationsplatz zwei dranbleiben wollten, erwischten den besseren Start. Bereits nach vier Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Netz von Türkspor Augsburg, Fahad Barakzaie hatte die Gäste in Front gebracht. Türkspor schockte der Blitzstart des Favoriten jedoch nicht. Hakan Kocakahya besorgte nur sechs Minuten später den Ausgleich (10.). Es entwickelte sich ein rassiges Derby, bei dem die Gastgeber erneut in Führung gingen (23.). Diesmal netzte Emre Arik zum 2:1 für Türkspor ein. Die Gäste ließen sich aber nicht beeindrucken. Es dauerte nur zwölf Minuten, bis Kevin Kümmerle den 2:2-Halbzeitstand erzielte.

Nicht weniger unterhaltsam gestaltete sich die zweite Hälfte. In der 71. Minute fiel der nächste Treffer. Schwabmünchens Timo Prechtl köpfte nach einer Ecke zum 2:3 ein. Danach ging es turbulent zu. Schiedsrichter Marcel Geuß schickte in der 77. Minute Türkspor-Spieler Borna Katanic aufgrund einer Tätlichkeit mit der Roten Karte vom Feld, zehn Minuten später sah der Kapitän der Hausherren, Patrick Wurm, ebenfalls glatt Rot (87.). Er hatte offenbar den Schiedsrichter beleidigt. In einer umkämpften Partie, in der es insgesamt acht Gelbe und zwei Rote Karten gab, hatten die dezimierten Augsburger in der Nachspielzeit sogar noch die Chance zum 3:3, verpassten jedoch den erneuten Ausgleich.

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Trainer Bozdag erklärte nach dem Spiel enttäuscht: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, die zweite Hälfte war aber nicht gut genug. Wenn das Derby 2:2 ausgeht, kann sich keiner beschweren, aber wir haben entscheidende und billige Fehler gemacht. Das 3:3 in der Nachspielzeit wäre natürlich der Hammer gewesen. Dann kam auch noch dazu, dass heute der Schiedsrichter leider für beide Mannschaften nicht unbedingt vorteilhaft gepfiffen hat.“

Türkspor Augsburg Reichlmayr – Jassem, Wurm, Katanic – Kurt (84. Sirtkaya), Mitterhuber, Salifou, Goia (63. Isufi) – Kocakahya (75. Guilherme), Arik, Duman

Tore 0:1 Barakzaie (4.), 1:1 Kocakahya (10.), 2:1 Arik (23.), 2:2 Kümmerle (35.), 2:3 Prechtl (71.) Rote Karten Katanic (77.), Wurm (87./bd. Türkspor) Zus. 150

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