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Immobilienpreise in Augsburg wieder gestiegen: Was Häuser und Wohnungen aktuell kosten

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Immobilienkauf in Augsburg wieder teurer: Was Kaufinteressenten jetzt wissen müssen

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    Die Preise für Wohnungen in Augsburg sind im vergangenen Jahr gestiegen, nachdem es zuvor Jahre des Rückgangs gab.
    Die Preise für Wohnungen in Augsburg sind im vergangenen Jahr gestiegen, nachdem es zuvor Jahre des Rückgangs gab. Foto: Michael Hochgemuth

    Die Preise für Häuser und Wohnungen in Augsburg sind im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus dem Immobilienmarktbericht 2025 hervor, für den sämtliche Kaufverträge des vergangenen Jahres aus Augsburg durch den städtischen Gutachterausschuss ausgewertet wurden. Nach Jahren des teils drastischen Preisrückgangs von 2022 bis 2024 aufgrund der Zinswende verteuerten sich Wohnungen im vergangenen Jahr wieder. Ein Blick auf die Zahlen und Prognosen.

    Bei wiederverkauften Wohnungen war etwa ein Preisanstieg um 6,2 Prozent zu registrieren. Im Schnitt kostete eine solche Wohnung im vergangenen Jahr 240.000 Euro. Das Preisniveau liegt, nachdem es 2022 im Immobiliensektor zu einer Spitze gekommen war (damals kostete die Wohnung 285.000 Euro im Schnitt), in etwa wieder auf dem Niveau des Jahres 2020. Vor zehn Jahren war eine Wohnung allerdings noch für 147.000 Euro zu haben – bei damals deutlich niedrigeren Kreditzinsen.

    Die Zahlen stammen aus dem Immobilienmarktbericht des städtischen Gutachterausschusses, in dem alle Kaufverträge von Sachverständigen ausgewertet werden. Kommunen sind zur Einrichtung solcher Ausschüsse verpflichtet, um Transparenz auf dem Immobilienmarkt herzustellen. Hier die wichtigsten Entwicklungen:

    Zahl der Verträge: Der Immobilienhandel scheint nach Jahren mit teils deutlichen Rückgängen angesichts von Zinswende und allgemeiner Unsicherheit wieder anzulaufen. Im vergangenen Jahr wurden 2329 Wohnungen ver- bzw. gekauft, was einem Plus von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch bei Käufen und Verkäufen von Einfamilienhäusern und Reihenhäusern gab es einen Zuwachs. Das deutet darauf hin, dass sich Immobilieninteressenten auf die aktuellen Rahmenbedingungen ein Stück weit eingestellt haben. Das Volumen der gehandelten Immobilien und Grundstücke in Augsburg lag bei 1,3 Milliarden Euro, was einer Zunahme um 27,6 Prozent entspricht.

    Weitere Preise: Die Preise für neu errichtete Doppel- oder Reihenendhäuser liegen grob bei knapp 840.000 Euro, wobei die Zahl der Verkäufe mit elf Fällen recht niedrig lag und der Wert insofern keine breite Basis hat. Beim Wiederverkauf von gebrauchten Immobilien kommt es im Einzelfall immer auf den individuellen Zustand und die Lage an, sodass der Durchschnittswert lediglich einen Anhaltspunkt liefert. Auch die Kaufpreissammlung verzeichnet erhebliche Schwankungen nach oben und unten. Für ein gebrauchtes Einfamilienhaus wurde aber ein Mittelwert von 690.000 Euro festgestellt, für ein Reihenmittelhaus waren es 460.000 Euro. Auch hier gibt es im zeitlichen Verlauf deutliche Schwankungen: 2016 gab es das Einfamilienhaus noch für 410.000 Euro, die Spitze wurde 2022 mit 840.000 Euro erreicht.

    Wer kauft und verkauft? 53 Prozent der gehandelten Immobilien gingen an einen Käufer oder eine Käuferin aus Augsburg, 8,3 Prozent an Käufer aus München. Die Münchner mischten in der Vergangenheit mit mehr als zwölf Prozent der angekauften Immobilien (Wert aus 2021) schon einmal stärker in Augsburg mit. Aus dem „sonstigen Bayern“ (das umfasst auch die angrenzenden Landkreise mit) kamen 31,3 Prozent der Käufer.

    Welche Rolle spielt der Stadtteil? Im vergangenen Jahr wurden die höchsten Preise für wiederverkaufte Wohnungen in Inningen erzielt, wobei die gehandelten Objekte im Stadtteil-Vergleich die größte Wohnfläche hatten und im Schnitt am jüngsten waren. Die Zahl der registrierten Kauffälle war hier aber recht niedrig. Auch in Pfersee wurden relativ hohe Preise bezahlt. Die Innenstadt kommt an dritter Stelle, wobei die Wohnungen hier im Vergleich kleiner sind. Am unteren Ende der Wohnungspreise lagen im vergangenen Jahr Göggingen und Oberhausen.

    Prognose: Zur künftigen Preisentwicklung trifft der Bericht des Gutachterausschusses keine Aussagen. Nach Einschätzung der Geschäftsstelle ist in Zukunft aber mit einem weiter leicht steigenden Immobilienmarkt zu rechnen. Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft für den Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken ging für Augsburg bis 2035 zuletzt von jährlichen Teuerungen (inflationsbereinigt) von jährlich mehr als zwei Prozent aus. Eine Untersuchung der Postbank kam für Augsburg im vergangenen Jahr auf eine inflationsbereinigte Steigerung von etwa zwei Prozent bei Immobilien. Im Schnitt aller Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern gab es eine reale Teuerung um 0,8 Prozent.

    Der Immobilienmarktbericht ist über das Online-Portal „Boris Bayern“ gegen eine Gebühr von 50 Euro erhältlich.

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