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Test
21.11.2015

Mercedes C-Klasse Coupé: Design mit Stern

Ein schöner Rücken …: Große Eigenständigkeit beweist das C-Klasse Coupé in der Heckansicht.
Foto: Daimler (dpa)

Mit dem neuen C-Klasse Coupé setzt Mercedes weiter auf Sportlichkeit. Wer richtig Power will, sollte aber zum AMG greifen. Der Test-Bericht.

Aller guten Dinge sind drei: Nach Limousine und T-Modell hat Mercedes nun auch seinem C-Klasse Coupé einen neuen Auftritt verpasst. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Optisch ist der neue Dreitürer ein echter Leckerbissen. Dabei folgen die Stuttgarter ihrem Verjüngungskurs, den man bereits von den Neuvorstellungen der letzten beiden Jahre kennt: sportlicheres Design, dynamischerer Auftritt.

Die optische Eigenständigkeit im Vergleich zu den anderen Modellen der C-Klasse dürfte allerdings mit nicht wenig Aufwand verbunden gewesen sein. Das Fahrwerk liegt gegenüber der Limousine serienmäßig 15 Millimeter tiefer und steht mit der 17-Zoll-Serienbereifung bereits auf Sportniveau. Am meisten sticht jedoch der eigenständige Auftritt beim Heck ins Auge, das ein wenig an das S-Klasse Coupé erinnert und die Silhouette perfekt abrundet.

Im Vergleich zum Vorgänger ist das C-Klasse Coupé zudem ordentlich gewachsen - fast zehn Zentimeter in der Länge und genau vier Zentimeter in der Breite. Das Resultat: deutlich mehr Platz im Innenraum für Fahrer und Beifahrer und eine markante Front mit lang gezogener Motorhaube.

Mercedes C-Klasse Coupé zunächst in sechs Ausführungen

Apropos Innenraum: Auch hinsichtlich der Serienausstattung hat Mercedes nicht gegeizt. Dabei ist aber weniger das Interieur (das wie bei allen Premium-Herstellern heutzutage durchgängig hochwertig ist), als vielmehr die Vielzahl an Sicherheits- und Assistenzsystemen gemeint. Der elektronische Helfer warnt den Fahrer bei Unaufmerksamkeit und Müdigkeit (Attention Assist) oder bei kritischen Abständen und drohenden Kollisionen (Collision Prevention Assist Plus). Dabei kann der Assistent bei Geschwindigkeiten bis zu Tempo 200 autonom abbremsen - unter 50 km/h sogar bis zum Stillstand.

Beim Händler steht das C-Coupé vorerst mit vier Benzin- (156 bis 245 PS) und zwei Dieselmotoren (170 und 204 PS) - allesamt Vierzylinder. Beim Benziner verspricht Mercedes damit zwar einen bis zu 20 Prozent geringeren Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum Vorgänger, der Nachteil liegt aber auf der Hand: Selbst der getestete C 300 mit derzeitiger Spitzenmotorisierung liegt fast ein wenig bieder auf der Straße - in jedem Fall ein Widerspruch zum sportlichen Image.

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Auch AMG hat zwei neue Modelle am Start

Wer es rasanter will, muss sich bis zum C 400 gedulden (der aber frühestens 2016 auf den Markt kommen wird) - oder er wagt ein radikales Upgrade mit Namen AMG. Der Veredler aus Affalterbach ist ebenfalls mit zwei neuen Modellen am Start.

Geht es um den V8-Biturbo, wird es bei Fans und Verantwortlichen gleichermaßen emotional - dafür sorgen allein schon die Leistungswerte. Mit 476 PS im C 63 und gigantischen 510 PS im C 63 S ist das AMG-Coupé ein echtes Tier auf der Straße, das vom Hersteller mit dem Prädikat "sportlichste C-Klasse aller Zeiten" versehen wurde.

Tatsächlich setzt AMG bei seinem Coupé auf noch mehr technische und optische Eigenständigkeit. Mit dem Mercedes-Benz-Serienmodell hat der Mega-Sportler wenig gemein. Übernommen wurden lediglich Türen, Dach und Heckdeckel. Die deutlich breiteren Kotflügel hinten und vorne, die breitere Spur und die größeren Räder bieten eine gänzlich andere Optik. Motoren, Fahrwerk, Fahrprogramme und Sperrdifferenzial sind komplette Eigenentwicklungen, die eine fast schon beängstigende Straßenhaftung ermöglichen. Klar, dass so viel Fahrspaß seinen Preis hat: Bei 77.800 Euro geht’s los.

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