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Schädlinge – das Who-is-who der Pflanzenkiller
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Foto: Beryl Armstrong - Fotolia

Wie konnte es zu all dem sinnlosen Gemetzel kommen? Die Top-Fünf Schädlinge.

Wer kennt es nicht: Da ist der neueste Stolz im heimischen Garten gerade im Begriff, schüchtern die Blüten zu öffnen und in den schillerndsten Farben zu erstrahlen, da ist es auch schon vorbei mit dem noch jungen Pflanzenleben – dahingerafft von den gierigen Rüsseln, Zähnen oder Klauen Abertausender Schädlinge. Quasi über Nacht haben Blattläuse das zarte Pflänzchen überrannt, sich an ihrem Saft gelabt und so ihr Ende herbeibeschworen. Quasi über Nacht haben Schnecken die Salaternte eines ganzen Jahres vernichtet. Quasi über Nacht haben die Larven des Dickmaulrüsslers den kompletten Primelnbestand dezimiert. Was bleibt, ist ein frustrierter Hobbygärtner, der sich fragt, wie es zu all dem sinnlosen Gemetzel hatte kommen können…

Der Ärger über die gefräßigen Plagegeister ist so alt wie der Mensch selbst. Berichte über vernichtete Ernten und Vorräte sind Legion. Entsprechend vielfältig sind die Erfindungen im Bemühen, dieser Bedrohung Herr zu werden. Trotz allem haben selbst die fiesesten Schädlinge als Teil eines empfindlichen Ökosystems ihre Daseinsberechtigung. Und so leicht lassen sich die hartnäckigen Pflanzenkiller auch gar nicht unterkriegen. Wir haben für Sie die Top-5 der größten Hobbygärtner-Albträume zusammengestellt – und zeigen Ihnen, dass selbst Räuber Angst haben.

Platz 5: Weiße Fliegen

Weiße Fliegen sind eigentlich gar keine Fliegen, sondern enge Verwandte der Schildlaus. Ein Weibchen legt etwa 500 Eier, in einem Jahr können sich so vier bis fünf Generationen entwickeln. Befallene Blätter zeigen gelbliche Saugstellen, trocknen ein und fallen schließlich ab. Guten Erfolg gegen den Schädling bringen meist gelbe Leimtafeln aus dem Fachhandel: Die Fliegen fliegen die Tafeln an und bleiben kleben. Auch Schlupfwespen helfen gegen den Störenfried.

Platz 4: Rüsselkäfer

Der Rüsselkäfer ist in Deutschland mit etwa 950 Arten vertreten – weltweit gibt es bis zu 60.000. Der Schaden, der von diesem in Massen auftretenden Tier ausgeht, ist enorm: Es zählt in unseren Breiten zu den gefährlichsten Forst- und Landwirtschaftsschädlingen überhaupt. Klar, dass ein solcher „Bad Boy“ kein gern gesehener Gast ist. Die chemische Keule soll ihn in Schach halten – klüger ist es, mit Nematoden bereits gegen die Larven vorzugehen.   

Platz 3: Spinnmilben

Klein und gemein: Spinnmilben werden nur etwa einen halben Millimeter groß, sind jedoch die mit Abstand am schwierigsten zu bekämpfenden Schädlinge. Üblicherweise besiedeln sie die Blattunterseiten und Triebspitzen, saugen dort den Saft aus dem Zellgewebe und besiegeln so den Tod der Pflanze. Die häufig empfohlene Gegenmaßnahme, einen Plastiksack über die Pflanze zu schnüren, hat sich als unwirksam erwiesen. Besser ist der Einsatz des Fressfeindes, der Raubmilbe.

Platz 2: Blattläuse

Von Blattläusen kann so ziemlich jede Pflanze befallen werden. Seit über 280 Millionen Jahren zapft sie die Nährstoffwege der Pflanzen an und zählt somit zu den Gewinnern der Evolution. Als Überträger zahlreicher schwerer Pflanzenkrankheiten richtet das Insekt jedoch weit größeren Schaden an, als durch seinen unstillbaren Hunger. Hausmittel zur Bekämpfung gibt es viele – großen Erfolg versprechen Marienkäfer, die hierfür sogar extra gezüchtet und verkauft werden. 

Platz 1: Nacktschnecken

Unser Gewinner ist schleimig, glitschig und eklig: Nacktschnecken sind der erklärte Erzfeind jedes Hobbygärtners. Sie fallen über alles her, was ihnen in die Quere kommt und können im Beet einen regelrechten Kahlfraß anrichten. Von der berüchtigten Bier-Falle bis zum heimtückischen Salzstreuer reicht das Waffenarsenal gegen den hungrigen Blattvernichter. Wer den Mord lieber anderen in die Schuhe schiebt, sollte seinen Garten zum Igel-Paradies ausbauen.

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