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Formel 1
08.05.2022

Strecken hoffen auf Formel-1-Rückkehr mit Porsche und Audi

Formel 1 Strecke am Nürburgring.
Foto: Ina Fassbender/Pool AFP/AP/dpa/Archivbild

Die Formel 1 macht auch in diesem Jahr einen Bogen um Deutschland. Doch der mögliche Einstieg von zwei deutschen Autobauern in die Rennserie schürt die Zuversicht der Streckenbetreiber, wieder mit der Königsklasse ins Geschäft zu kommen.

Die Formel-1-Pläne von Porsche und Audi stärken die Hoffnung der deutschen Strecken auf die Rückkehr in den Rennkalender. "Ich glaube schon, dass dadurch der Druck auf die Formel 1 höher wird, dass wieder ein Rennen in Deutschland auf regulärer Basis stattfindet", sagte Hockenheimring-Geschäftsführer Jorn Teske der Deutschen Presse-Agentur. Der Aufsichtsrat von Volkswagen hatte den Projekten der Konzerntöchter für einen möglichen Formel-1-Einstieg zur Saison 2026 jüngst Grünes Licht erteilt.

VW-Chef Herbert Diess hatte zudem gesagt, dass es im Zuge dessen auch Pläne für die Wiederbelebung des Großen Preises von Deutschland gebe. "Die neuen Hersteller sind sehr wichtig für die Formel 1, deren Wort hat ziemliches Gewicht", sagte Teske. Finanzhilfe des VW-Konzerns für ein Comeback der Königsklasse würde auch der Nürburgring begrüßen. "Für alle Konstrukte, die Formel 1 an den Nürburgring zu holen, sind wir weiter offen", sagte Ring-Sprecher Alexander Gerhard der dpa.

Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicalo hatte zur Bedeutung eines Einstiegs von Porsche und Audi für ein deutsches Rennen gesagt: "Etwas, das bald passieren könnte, könnte sehr wichtig sein, damit es wieder in den Kalender kommt."

Einen neuen Verhandlungsstand gebe es aber nicht, hieß es von den beiden deutschen Streckenbetreibern. Bei den hohen Antrittsgebühren für die Formel 1 sei es derzeit nicht möglich, ein Rennen ohne Verluste zu organisieren. Es brauche "Modelle, die bezahlbar sind und wirtschaftlich sinnvoll", sagte Nürburgring-Sprecher Gerhard.

Spekuliert wurde zuletzt, ob Deutschland künftig im jährlichen Wechsel mit Frankreich einen Grand Prix austragen könnte. "Eine alternierende Lösung wäre für uns eine durchaus denkbare. Wir haben da aber zunächst an den Nürburgring gedacht", sagte Hockenheim-Macher Teske. Auch Gerhard versicherte: "Wenn es passt, kann es gern alternierend sein."

Zwischen 2007 und 2014 fanden abwechselnd Formel-1-Rennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring statt. Insgesamt gastierte die Rennserie bislang 79 Mal in Deutschland. Zuletzt richtete der Nürburgring in der Corona-Saison 2020 den Eifel-Grand-Prix aus.

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