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Fußball-Bundesliga: Avocado-Toast und ein Befehl an Lothar: Rieras letzte Show

Fußball-Bundesliga

Avocado-Toast und ein Befehl an Lothar: Rieras letzte Show

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    Frankfurts Trainer Albert Riera steht vor dem Ende. (Archivbild)
    Frankfurts Trainer Albert Riera steht vor dem Ende. (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa

    Zum Abschluss seiner nicht mal viermonatigen Amtszeit war Albert Riera noch einmal in Hochform. Eine Frage zu Bundestrainer und Stargast Julian Nagelsmann wischte er salopp weg. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus erteilte er in forschem Ton einen Befehl. Und über sein Frühstück („Toast mit Avocado“) parlierte er so locker, als ob Riera derzeit über den Dingen schwebe und keine anderen Sorgen habe.

    Conference League wird zur Nebensache

    Der Fußball-Bundesliga wird dieser besondere und unterhaltsame Trainer definitiv fehlen. Beim Traditionsclub aus Frankfurt werden sie das Ganze ein wenig anders sehen. Die Hessen dürften erst einmal durchatmen, wenn der forsche und impulsive Spanier nach Ende der aktuellen Saison wieder geht - und in der Geschäftsstelle im Herzen von Europa etwas Ruhe und Planbarkeit einkehrt.

    Zwar ist das Aus von Riera nach dem Bundesliga-Finale gegen den VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bislang nicht offiziell verkündet. Gleichwohl haben die Bosse um Sport-Vorstand Markus Krösche ihre Entscheidung wohl getroffen: Riera muss trotz eines bis 2028 gültigen Vertrags gehen.

    Und zwar egal, wie das letzte Heimspiel gegen den Königsklassen-Anwärter aus Stuttgart endet. Frankfurt kann mit einem Sieg noch am Europa-League-Finalisten SC Freiburg vorbeiziehen, wenn dieser gegen RB Leipzig patzt. Doch die Chance auf die Conference League verblasst angesichts der aktuellen Debatten rund um Riera.

    Strafe für Burkardt

    Hat sich der Spanier schon Gedanken über das Saisonende hinaus gemacht? „Darüber habe ich noch keine halbe Sekunde nachgedacht. Ich denke an Stuttgart und die Fans. Ich habe einen fantastischen Sommer vor mir.“ Es wird ein Sommer, der sowohl geografisch als auch emotional weit weg von Frankfurt sein dürfte. Denn unmittelbar vor dem letzten Spiel kamen noch einmal Unruhen auf.

    Riera bestätigte bei der Pressekonferenz eine Geldstrafe für Stürmer Jonathan Burkardt aus disziplinarischen Gründen. „Er hat etwas gemacht, das intern bestraft werden musste. Ich habe es mit der Gruppe geklärt, er hat es akzeptiert. Er hat sich entschuldigt. Das ist für mich das Wichtigste“, sagte Riera.

    Rieras Verbalduell mit Matthäus

    Die „Bild“ hatte zuvor berichtet, dass der Angreifer mit einer Strafe von 20.000 Euro sanktioniert wurde, weil er Riera beim Gastspiel bei Borussia Dortmund (2:3) in der vergangenen Woche beleidigt habe. Details bestätigte der Spanier nicht. Burkardt sei „so ein netter Charakter“, stellte der Trainer fest.

    Riera störte sich vor allem daran, dass die Geschichte und die Strafe an die Öffentlichkeit durchgesteckt wurden. „Das verärgert mich nicht, es macht mich traurig“, sagte der 44-Jährige über die veröffentlichten Medienberichte. Riera sagte, dies sei so, als wenn sein Frühstück (Avocado-Toast mit Lachs) oder seine Vorliebe für Tee oder Kaffee öffentlich thematisiert werde.

    Sein vorerst letzter Gegner bei Pressekonferenzen in Frankfurt war kein Geringerer als der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Riera wurde mit der Aussage von Matthäus konfrontiert, dass die Partie gegen Stuttgart angesichts der Lage auch ein Amateurtrainer übernehmen könne. „Er kann auf meinen Sitz kommen und es machen. Komm her, du kannst es besser machen“, konterte Riera.

    Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (l) dürfte bald die Trennung von Trainer Albert Riera bekanntgeben. (Archivbild)
    Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (l) dürfte bald die Trennung von Trainer Albert Riera bekanntgeben. (Archivbild) Foto: Marc Schüler/dpa
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