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Terrorismus
27.02.2024

Nach mehr als 30 Jahren Fahndung: Ex-RAF-Terroristin gefasst

Rund zwei Jahrzehnte wohnte die als RAF-Terroristin gesuchte Daniela Klette in einem Mietshaus in Berlin-Kreuzberg. Nun sitzt sie in U-Haft. Es gab eine weitere Festnahme, die Identität ist unklar.

Nach mehr als 30 Jahren Fahndung ist die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette (65) in Berlin gefasst worden. Die 65-Jährige sitzt wegen mehrerer Raubtaten in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen am Dienstag in Hannover mitteilten. Die als Terroristin gesuchte Klette lebte in der Berliner Wohnung nach LKA-Angaben unter falscher Identität. Sie habe bei ihrer Festnahme keinen Widerstand geleistet, teilte LKA-Präsident Friedo de Vries mit. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler den Angaben zufolge unter anderem Magazine einer Waffe und Patronen. Eine Waffe sei bislang nicht gefunden worden.

Der Festnahme durch Zielfahnder vorausgegangen war jahrelange Ermittlungsarbeit unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Verden. Sie legt der Beschuldigten "unter anderem mehrere Raubtaten und versuchten Mord zur Last, die sie mutmaßlich gemeinschaftlich mit den mutmaßlichen Mittätern Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg begangen haben soll", wie es in der Mitteilung des LKA hieß. Nach dem 69-jährigen Staub und dem 55-jährigen Garweg werde weiterhin gefahndet. Das Trio Klette, Staub und Garweg wird der sogenannten dritten RAF-Generation zugeordnet.

Weitere Festnahme in Berlin

Kurz nach der Festnahme von Klette nahmen die Fahnder allerdings in Berlin eine weitere Person fest. Es handele sich um einen Mann im "gesuchten Alterssegment", sagte de Vries. Die Identität des Festgenommenen werde noch geklärt. Es sei nicht sicher, ob sein Ausweisdokument echt sei.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte zur Festnahme von Klette: "Der Rechtsstaat hat seine Beharrlichkeit und seinen langen Atem gezeigt. Niemand sollte sich im Untergrund sicher fühlen." "Die Festnahme zeigt, dass sich der lange Atem der Ermittlungsbehörden auszahlt", sagte auch Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (parteilos).

Nachbar: oberflächlicher Kontakt

Die frühere RAF-Terroristin soll nach Angaben eines Nachbarn unter dem Vornamen Claudia gelebt haben. Um Geld zu verdienen, soll sie privaten Nachhilfeunterricht in Mathematik gegeben haben, erzählte der Nachbar mittleren Alters. Sie soll dort im 5. Stock rund 20 Jahre gewohnt haben, ist zu hören. Er habe sich öfter mit Klette, die einen anderen Nachnamen nutzte, unterhalten. Klette habe aber nur eher oberflächliche Kontakte zur Nachbarschaft gepflegt. "Sie hat immer Hallo gesagt und war eigentlich ganz nett", berichtete eine Jugendliche aus der Nachbarschaft. "Ich habe sie immer nur alleine gesehen mit ihrem Hund und ihrem Fahrrad." Klette sei nie in Begleitung gewesen, schildern mehrere Anwohner.

Klette steht nach dpa-Informationen im Verdacht, an einem Schusswaffen-Angriff auf die US-Botschaft in Bonn 1991 beteiligt gewesen zu sein. Vermutet wird außerdem eine Beteiligung an einem Sprengstoffanschlag auf die Justizvollzugsanstalt Weiterstadt 1993. Spuren deuten darauf hin, dass sie auch bei der Anti-Terror-Aktion 1993 im mecklenburgischen Bad Kleinen am Tatort war. Bei der Aktion starben damals der Polizist Michael Newrzella und der RAF-Mann Wolfgang Grams. Die frühere RAF-Terroristin Birgit Hogefeld wurde verhaftet.

Raubüberfälle statt politisch motivierter Taten

Vertreter der dritten RAF-Generation sollen den damaligen Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder umgebracht haben. Täter und Motiv sind bis heute unbekannt. Rohwedder war am 1. April 1991 in Düsseldorf in seinem Haus am Schreibtisch erschossen worden. Das RAF-Kommando reklamierte die Tat für sich. Es war der letzte Mordanschlag, der der RAF zugeordnet wird.

Die Behörden werfen Garweg, Staub und Klette versuchten Mord und eine Serie schwerer Raubüberfälle zwischen 1999 und 2016 vor. Die Tatorte lagen demnach in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Überfälle nicht politisch motiviert waren. Die Beschuldigten sollen die Taten begangen haben, um an Geld zu gelangen.

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