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Bauen muss bezahlbar bleiben: Was Kommunen tun können

Kommentar Von Stefan Stahl
06.09.2021

Die Preise für Bauland explodieren immer weiter. Das ist sozialer Sprengstoff, gerade in Regionen wie Oberbayern. Doch Kommunen haben einen Hebel in der Hand.

Es ist erstaunlich, dass dieses Thema im Wahlkampf keine zentrale Rolle spielt, steckt in ihm doch sozialer Sprengstoff. Denn es spaltet die Gesellschaft, wenn sich junge Familien in Regionen mit Immobilienpreisen wie in Oberbayern nicht mal ein kleines Häuschen bauen können, schon weil der Baugrund obszön teuer ist. Sie müssen weiter zur Miete wohnen und das in Städten wie München oft auf zu wenig Platz für eine vierköpfige Familie.

Preise für Bauland: Der Markt regelt das Problem nicht

Die soziale Spaltung setzt dort ein, wo eine andere Familie mit den Extrem-Preisen mithalten kann, aber nur deswegen, weil sie in den Genuss eines Immobilien-Erbes in einem anderen Teil der Republik gekommen ist. Das setzt einen Teufelskreis sozialer Ungerechtigkeit in Gang: Die Erben-Generation verkauft das Erbe überteuert, um sich davon ebenso überteuert eine andere Immobilie zu schnappen und so fort.

Die Nicht-Erben-Generation muss sich entweder horrend verschulden oder in die Röhre schauen. Der Markt regelt das Problem nicht. Es ist die Politik gefragt. Kommunen haben dabei einen Hebel in der Hand: Sie können Bauland in ihrem Besitz vergünstigt und bevorzugt an Familien aus der Region ohne dickes Erbe vergeben.

Lesen Sie dazu auch: Explodierende Baulandpreise in der Region sorgen für sozialen Sprengstoff

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07.09.2021

Liebe Maria T.,
bitte nicht immer auf die Linken losgehen.
Und die Probleme mit Venezuela und Kuba habe ich Ihnen auch schon mal versucht zu erklären.
Venezuela und Cuba werden mit Sanktionen überhäuft.
Geben Sie doch mal in einer Suchmaschine "Warum ist Cuba so arm" ein.
Da können Sie dann z.B. lernen, dass Cuba im im Human Development Index der Vereinten Nationen von 187 Ländern den 44 Platz belegt. Und dass das Gesundheitssystem in Cuba vorbildlich ist.
Aber vielleicht wollen Sie auch nicht. Das wäre dann schade, denn lesen bildet (angeblich).

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07.09.2021

>> Preise für Bauland: Der Markt regelt das Problem nicht <<

Die Frage ist halt welches Problem der Markt lösen soll...

Bevölkerungszuwachs >> Preiszuwachs wegen Knappheit >> korrekte Lösung!

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154879/umfrage/entwicklung-der-bevoelkerung-von-bayern-seit-1961/

Bayern hatte 1960 nur 9,5 Mio Einwohner - aktuell sind es 13,1 Mio Einwohner !

Es ist doch völlig absurd daraus ein soziales Problem zu konstruieren - Bayern ist halt in vielen Bereichen teurer - in die Bundesländer mit weniger Arbeitsplätzen oder viel Kriminalität wollen halt vielfach nur Neubürger hin.

Dass nun der aktuelle Artikel zu diesem Kommentar die Region Landsberg/Ammersee anspricht, zeigt doch das eigentliche Thema. Es gibt eine Jagd auf die Top-Lagen! Ich antworte auf die Fragen meiner Söhne nach der Verwendung eines Lottogewinns auch immer mit dem Haus am Ammersee.

Top-Lagen hinsichtlich Landschaft, Verkehrsanbindung, Arbeitsplatzangebot, sozialer Stabilität !

Und es hat noch jede S-Bahn im Umland von München die Immobilienpreise erheblich nach oben bewegt - das wird mit der neuen S24X im Landkreis Landsberg nicht anders sein.

https://www.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=92

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07.09.2021

Offenbar sind sie ein großer Freund einfacher und nicht zu Ende gedachten Lösungen.

"Bevölkerungszuwachs >> Preiszuwachs wegen Knappheit >> korrekte Lösung!"

Richtiger wäre und vielerorts bereits Realität:

"Bevölkerungszuwachs >> Preiszuwachs wegen Knappheit >>Segregation!"

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06.09.2021

Man könnte auch mal daran denken, die EZB einzuspannen, die aber ist gefesselt, neue Wege zu gehen. Beispiel Immobilienmarkt. Die Preise steigen, häufig finanziert durch hohe Mieten. Es fehlen massenhaft Familienwohnungen. Neue größere Familien-Wohnungen müssen gebaut werden und mehr Menschen an Immo-Eigentum beteiligt werden. Die EZB könnte nun ins Spiel kommen und den Genossenschaftsbau fördern, ohne die kapitalistischen Marktmechanismen zu verletzen. Szenario: Die EZB begibt mit einem Programm Kredite an Baugenossenschaften im Euroraum. Es werden damit Wohn - und Ferienimmobilien gebaut, jedoch nur von Genossenschaften, da diese im Normalfall kein Spekulations-Interesse haben. So hätten auch die Südländer, die viel mehr Wohnungseigentum haben, auch eine starke Baukonjunktur durch Ferienwohnungen, die EZB ist für alle Euro-Staaten zuständig. Wichtig, Zinsen Null. Hypothekenlaufzeit 70-80 Jahre, so rechnet ein Gutachter bezüglich der gewöhnlichen Nutzungsdauer einer Wohnimmobilie. Nicht zu verwechseln mit der Dauer der Standzeit der Struktur (Beton, Steine) einer Immobilie, die deutlich länger ist. Mit einer niedrigen Kaltmiete kann man bequem die Hypothek abtragen. Eine milde Inflation von jährlich 2% und eine Einkommenssteigerung von jährlich 2% helfen enorm, die Last einer Nominalen-Hypothek abzutragen. Man stelle sich die Graphik dazu vor, eine Linie steigend, die andere fallend. Jedoch keine Finanzierung seitens der EZB von "Hänsel und Gretel-Knusperhäuschen", sondern nur modernste Geschossbauweise mit sieben Stockwerken und großen Familienwohnungen, für den Großteil der Bevölkerung. Die "armen" Banken bekommen etwas Brosamen. Brosamen für die Armen, das steht schon in der Märchen-Bibel, die Brosamen sind diesmal Bearbeitungsgebühren und gelten als sichere Einnahmen für die Banken, womit sich allerdings 14 Gehälter nicht mehr finanzieren lassen. Deshalb wird der Finanz-Sektor gegen das vorgestellte System Sturm laufen, es boykottieren und in die nächste Blase laufen. Kluge Strategien sind nicht gefragt.

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06.09.2021

Lieber Herr Stahl: sie glauben doch nicht im Ernst dass eine Gemeinde Grundstücke zu bezahlbaren Preisen abgibt?

1. Kaufen die Gemeinden von den Eigentümern ja auch zu Marktpreisen, eben günstiger weil nicht erschlossen
2. Wenn die Gemeinde nicht mitbietet werden die Grundstücke an privat teurer verkauft
3. Sind die Grundstückspreise durch 1) Ja schon oben und nicht alle Gemeinden sind reich.
4. selbst wenn es Gemeinden dann könnten tun sie es nicht, sondern machen noch auf einen Teil der Grundstücke ein Bieterverfahren.

Ich wäre eher dafür, dass Investoren mal ausgebremst werden. Es kann ja auch nicht sein, dass sich z.B. in München Saudis Wohnungen kaufen die 50 Wochen im Jahr leer stehen. Enteignung bringt auch nix, aber hier müssen andere Anreize her.

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06.09.2021

Nicht ein Blick in die Verfassung , aber ein Blick in die Historie hilft :

Die Nachkriegsgenerationen , welche in den 50er - 70er Jahre Häuser erwarben - mußten genauso einen übergroßen Teil ihres Einkommens für den Hauskauf aufwenden .

Alle diese Ehepaare (1 Mann , 1 Ehefrau) haben dann bis zu ihrem Renteneintritt das Haus an die Bank abbezahlt .
Mehrere und große Urlaube , 4x in der Woche Restaurantbesuche , ständig neue Elektro-Gadets wie teure Spielkonsolen , teure Elektrofahrräder als Spielzeug , usw. waren für diese Generationen nicht noch zusätzlich zum Hausbau möglich .
Höchstens ein kleiner VW Käfer war noch möglich und alle paar Jahre ein 3-4 Tage Urlaub in Österreich (in einer kleineren Gaststätte mit Zimmer , wohlgemerkt !)

Es wurde eben zwangsweise auf Vieles verzichtet .

Heute dagegen wollen die Hausbauer dann natürlich nicht (!) auf alle anderen Annehmlichkeiten verzichten - man möchte weiterhin mehrmals Essen gehen , mehrere Woch in Urlaub gehen , zwei Autos haben undundund .


Daß natürlich der Euro , der ja durch die EZB beständig gestützt werden muß , dazu führte , daß beständig Betongold nachgesucht wird - und damit die Immobilienpreise erst in solche Höhen trieb ist bekannt und steht außer Frage .

Daß Linke sehr gerne enteignen - ist auch bekannt .
Auch hier hilft dann wieder der Blick in die Historie :
nämlich in den ehemaligen Ostblock und heute noch nach Venezuela,Kuba,Nordkorea :

Dort hat sich durch die sozialistischen Enteignungsorgien überhaupt nichts am Schicksal der sozialistischen Untertanen verändert .

Im Gegenteil :
Bestand und Aussehen der dortigen Immobilien können gut auf zeitgenössischen Fotos begutachtet werden !

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06.09.2021

Ihre Beschreibung passt auch noch sehr gut in die Anfänge der 90 Jahre für meine Frau und mich. Für ein kleines Haus gearbeitet und gespart bis 2020 gleichzeitig das Rentenalter erreicht. Von Amerika, Australien oder Thailand nur geträumt, 2019 gerade mal Mallorca als Ziel erreicht. Aber Zufriedenheit drückt sich auch nicht durch mein Haus, mein Auto und meine Jacht aus!

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06.09.2021

"Daß natürlich der Euro , der ja durch die EZB beständig gestützt werden muß"

Was auch daran liegt, dass die europäischen Staaten ihrer kapitalistische Bankster- und Spekulanten-Bagage mit Steuergeldern den Hintern retten und sich dafür bis zur Schmerzgrenze verschulden mussten. Sonst wäre dieses Schweinesystem bereits 2008 den Bach runter gegangen. Im Oktober 2008 griff die Bundesregierung ein. Sie beschloss das teuerste Gesetz der deutschen Geschichte: mit einem Rettungsschirm für die Banken, der fast 500 Milliarden betrug.
102 Milliarden Euro pumpte der deutsche Staat in die "Hypo Real Estate". Zur Entschuldung der Staaten wird der kleine Sparer derzeit mit Gelddrucken und -fluten sowie Inflationsanheizung enteignet.

Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass für dieses üble Spiel in den wichtigsten europäischen Ländern keine Sozialisten verantwortlich zeichnen, sondern rechte kapitalismusaffine Parteien das Schlamassel eingebrockt haben, wirkt ihr ständiges Linksruck-Gefasel ausgesprochen dämlich.

". . . daß beständig Betongold nachgesucht wird"

Nicht nur mit Betongold wird derzeit munter spekuliert sondern auch mit Grundstücken, sogar landwirtschaftlichen. Deutschland wird gerade verscherbelt an Spekulanten aus aller Herren Länder, besonders im Osten Deutschlands. Sowohl in ländlichen Räumen, als auch vor allem in den Städten. Die Grundstücksspekulation ist der größte Kostentreiber auf dem Bausektor.

Ihre Vergleiche mit der Situation in der Nachkriegszeit sind einfach lächerlich. Viele Vertriebene z. B. aus dem Sudetenland kamen damals erstaunlich schnell zu Wohneigentum, zwar mit viel Eigenleistung aber häufig reichte dazu ein Verdienst, die Mieten waren erträglich, die Frauenarbeitsquote im Verhältnis zu heute niedrig.

Privates Wohneigentum wurde übrigens auch in der DDR gefördert. Grund und Boden nach einem mit unserem Erbbaurecht vergleichbaren Verfahren vergeben. Spekulation gab es nicht.

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07.09.2021

>> Was auch daran liegt, dass die europäischen Staaten ihrer kapitalistische Bankster- und Spekulanten-Bagage mit Steuergeldern den Hintern retten und sich dafür bis zur Schmerzgrenze verschulden mussten. Sonst wäre dieses Schweinesystem bereits 2008 den Bach runter gegangen. <<

Da ist absoluter Unfug Herr Kr.

Die Bankenkrise 2008 war viel billiger als z.B. die Flüchtlingskrise oder gar Corona.

https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/flucht/zahlen-zu-asyl/265776/kosten-und-ausgaben

>> Im Jahr 2018 wurden im Bundeshaushalt rund 23 Milliarden Euro für asylbedingte Kosten ausgegeben. <<

Und das ist nur der Bundeshaushalt...

Nehmen wir mal die Preisangabe der Grünen:

https://www.gruene-bundestag.de/themen/finanzkrise/kosten-der-bankenrettung-mindestens-68-milliarden-euro

68 Milliarden - sorry gegenüber Corona mit 1,3 Billionen ist das absolut lachhaft.

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rekord-neuverschuldung-1-32-billionen-euro-corona-schulden-und-kein-ende-in-sicht-so-teuer-wird-die-krise-fuer-deutschland/27034064.html?

>> Der Schuldenstand des Bundes ist seit Pandemiebeginn um 35 Prozent angestiegen und liegt so hoch wie nie zuvor. <<

Die Bankenkrise 2008 wurde von staatlicher Seite äußerst preisgünstig und effizient bekämpft - das ist nun mal Tatsache.

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07.09.2021

Sie kommen immer wieder mit der gleichen Masche. Und einen wesentlichen Unterschied bei Kostenvergleichen zwischen der Bankenkrise um 2008 einerseits und der Flüchtlings- und Asylproblematik 2015 sowie der Pandemie derzeit können oder wollen sie nicht sehen:
2015 und derzeit ging und geht es um Menschen in extremer Not und Lebensgefahr. Teuer ist das natürlich auch, jedoch nach dem Wertekanon der EU auch geboten. Systemgefährdend wie die Finanzkrise 2008 aber zunächst jedoch nicht.

2008 ging es um die Rettung des internationalen Finanzsystems - quasi um eine Operation am offenen Herzen des Kapitalismus. Notwendig geworden wegen fehlender Kontrollmechanismen dank einer marktradikalen neoliberalen Ideologie, die dem verantwortungslosen Treiben in den Zockerbuden, genannt Banken, Vorschub leistete.


Dazu der "Münchner Merkur":

"Die Verwerfungen im Finanzsystem trafen die Weltwirtschaft mit Wucht, nahezu alle Volkswirtschaften rund um den Globus stürzten 2009 in eine Rezession, in Deutschland schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent. Für den noch jungen Euroraum wurden die Jahre ab 2010 zur Zerreißprobe. Weil politische Rezepte zunächst fehlten, wurden Zentralbanker zu den «Helden der Krise», wie es die heutige EZB-Präsidentin und damalige IWF-Chefin Christine Lagarde 2014 formulierte.

US-Fed, Europäische Zentralbank (EZB) und weitere Notenbanken senkten die Zinsen drastisch und pumpten Milliarden in die Märkte, um ein Austrocknen der für Unternehmen und Verbraucher so wichtigen weltweiten Geldströme zu verhindern."

Ergänzend die "Max-Weber-Stiftung":

"So stieg die Schuldenstandsquote Deutschlands beispielsweise in nur zwei Jahren von 66,7 % (2008) des Bruttoinlandsprodukts auf 83 % (2010). Dies war zum einen durch die steigenden Ausgaben für Soziales und die Konjunkturpakete bedingt, vor allem aber durch die Rettungsmaßnahmen für die angeschlagenen Banken."

"Die Bankenkrise 2008 wurde von staatlicher Seite äußerst preisgünstig und effizient bekämpft - das ist nun mal Tatsache.

Unter den Folgen dieser "preisgünstigen und effizienten" Bekämpfung leidet gerade der Teil der Bevölkerung, der es nicht so dicke hat noch heute.
Die Zeche bezahlen die Sparer vor allem die kleinen, die z. B. bescheidene Rücklagen für die Zeit bildeten, in der sie sonst allein auf die lächerlichen deutschen Renten angewiesen wären. Die Nullzins-Politik ist im Grunde Enteignung durch rechte, wirtschaftsnahe Ideologen und parallel dazu wird die Basis für die nächste Blase bzw. Finanzkrise gelegt.

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06.09.2021

Zitat: "Die soziale Spaltung setzt dort ein, wo eine andere Familie mit den Extrem-Preisen mithalten kann, aber nur deswegen, weil sie in den Genuss eines Immobilien-Erbes in einem anderen Teil der Republik gekommen ist. Das setzt einen Teufelskreis sozialer Ungerechtigkeit in Gang: Die Erben-Generation verkauft das Erbe überteuert, um sich davon ebenso überteuert eine andere Immobilie zu schnappen und so fort."
Was für ein Unsinn!!!!

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06.09.2021

Wieso Unsinn? Können Sie das begründen?
Das ist sehr häufig die Realität. Ohne Erbe bleibt der Wunsch nach Wohnungseigentum für die allermeisten jungen Familien, obwohl beide Partner arbeiten, ein Traum.

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06.09.2021

In meinem Bekanntenkreis gibt es nicht eine Familie, die ohne Erbe, oder die Aussicht darauf in irgendeiner Art und Weise, trotz guter Ausbildung und Studium in den letzten zehn Jahren selbstfinanziertes Wohneigentum erlangt hat. Die fetten 70iger, 80iger und 90iger Jahre sind vorbei.

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06.09.2021

Ein Blick in GG (Art. 15) und Bay. Verfassung (Art. 161) könnte hier helfen.

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06.09.2021

Enteignung? Super Idee...
Also, meine Eltern (beide Rentner) haben einen kleinen Acker. Dafür bietet Ihnen die Stadt 60 EUR für den qm. Sie glauben aber doch nicht, dass die Stadt dann die Grundstücke im Neubaugebiet für 60 EUR/qm verkauft... mit Nichten! Da können SIe dann momentan gut mit knapp 300 EUR/qm rechnen. Und warum sollte man jetzt meine Eltern enteignen? Ihren Gewinn müssen die beiden nämlich noch versteuern! Am Schluss verdient man zwar was, aber Millionäre werden die beiden nicht.

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06.09.2021

@ MARKUS H.

Tut mir leid, die "Super Idee" stammt nicht von mir sondern von den Vätern und Müttern des Grundgesetzes und der Bay. Verfassung.
Grund und Boden sind nicht beliebig vermehrbare Güter und gehören auf jeden Fall der Spekulation entzogen, bzw. die leistungslos erworbenen Gewinne staatlich kassiert.

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06.09.2021

@Markus H.
Die Stadt könnte die Grundstücke für 60 € weitergeben. Richtig. Aber dann müssten Ihre Eltern eben auch die Grund für Straßen, Gehwege, Spielplätze usw. kostenlos der Stadt überlassen. Ebenfalls sollten dann Ihre Eltern auch die Planungskosten und die nicht unlegbaren Erschließungskosten für das ganze übernehmen.

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07.09.2021

@ Harald V.
Mir ist schon klar, wie es zu der Preissteigerung kommt. Nur wurde im Kommentar der AA suggeriert, dass die Grundstückeigentümer die Preise treiben würden. Dabei haben meine Eltern bei der Preisgestaltung kein Mitspracherecht. Zudem plant die Stadt das Neubaugebiet und nicht meine Eltern.

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