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München

07.02.2017

23-Jähriger soll zahlreiche Frauen in der S-Bahn belästigt haben

Ein 23-Jähriger soll zahlreiche Frauen in der S-Bahn belästigt haben.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Ende Januar belästigt ein Mann fast 20 Frauen in einer S-Bahn aus München. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst und sucht nach Zeugen.

Ein Mann hat bereits am Sonntag, 29. Januar, mehrere Frauen in einer S-Bahn aus München in Richtung Herrsching sexuell belästigt. Wie die Polizei jetzt mitteilt, hatten sich danach eine 18 und eine 20 Jahre alte Frau bei der Polizei in Herrsching gemeldet und den Unbekannten angezeigt.

Der Mann soll die Frauen unsittlich berührt und verfolgt haben, als sie ihre Plätze wechseln wollten. Teilweise soll er sie auch daran gehindert haben, den Platz zu wechseln. Laut Polizei streichelte der Mann auf Höhe Germering die 18-Jährige im Gesicht und fasste ihr an die Innenseite des Oberschenkels, wo er mit seiner Hand in Richtung Intimbereich wanderte.

Bei Weßling belästigte der Mann die 20-Jährige, indem er sie mit seinen Beinen an den Unterschenkeln berührte. Auch ihr folgte der Mann, als sie sich umsetzte. Während eines Zeitraums von zwei Stunden (18 bis 20 Uhr) belästigte der Mann auch andere Frauen. Dabei wurde er von Überwachungskameras gefilmt.

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Die Aufnahmen ergaben, dass der Mann insgesamt 18 Frauen, die alleine auf Reisen waren, belästigte. Mithilfe der Videoaufnahmen konnte die Polizei einen Verdächtigen ermitteln: einen 23 Jahre alten Asylbewerber aus Eritrea.

Verdächtiger wurde schon einmal auffällig

Die Polizei nahm den Mann am Freitag vorläufig in einer Asylunterkunft im Landkreis Starnberg fest, wo der Mann untergebracht ist. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft. Auch einen weiteren Mann, der in der S-Bahn dabei war, sich laut Polizei aber nicht an der sexuellen Belästigung beteiligte, traf die Polizei in der Unterkunft an.

Die Ermittlungen der Polizei ergaben außerdem, dass der 23-jährige Tatverdächtige bereits am 22. Januar in München eine Frau sexuell belästigt haben soll, indem er ihr zwischen die Beine griff.

Die Polizei bittet nun von der sexuellen Belästigung betroffene Frauen, sich unter der Rufnummer 089/515550-111 zu melden. AZ

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07.02.2017

Videoüberwachung zeigt Opfer sexueller Gewalt im ÖPNV - die Opfer gehen aber nicht zu Polizei.

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Die Frage nach dem warum dieses Verhaltens wird leider nicht gestellt.

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