1. Startseite
  2. Bayern
  3. 32 Schilder, eine Kreuzung: Verwirrung um Schilderwald in München

München

11.09.2019

32 Schilder, eine Kreuzung: Verwirrung um Schilderwald in München

Dieses Schild - mal 32: In München sorgt an einer Kreuzung ein Schilderwald für Aufsehen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Schilderwald in München: An einer Kreuzung machen gleich 32 Schilder auf Zebrastreifen aufmerksam. Muss das so sein?

Diese Kreuzung ist nun wirklich nicht zu übersehen: 32 Schilder machen in München auf die Zebrastreifen an der Kreuzung Georgenstraße/Tengstraße aufmerksam. Und zwar auf engstem Raum.

Der Schilderwald hat aber durchaus seinen Sinn, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet: An der Kreuzung habe bislang eine alte Ampel gestanden, die abgebaut wurde. Sie wurde nun durch Zebrastreifen ersetzt.

München: Vier Zebrastreifen, 32 Schilder

Und – wie es in Deutschland so üblich ist – gelten solch eine Maßnahme genaue Vorschriften. So heißt es in den "Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen" wörtlich:

  • An FGÜ ist das Zeichen 350 StVO rechts und links der Fahrbahn, bei Mittelstreifen oder -inseln recht und links der Fahrstreifen anzuordnen. Dieses Zeichen darf weder mit anderen Schildern kombiniert noch als Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden.
  • Zur Sicherstellung der rechtzeitigen Erkennbarkeit des FGÜ kann eine Wiederholung des Zeichens 350 StVO am Kragarm über der Fahrbahn (Torbogenwirkung) oder ggf. über dem Fahrstreifen erforderlich sein.

Schilderwald in München: Alles ganz normal!

Für alle, die hier nicht mehr mitkommen: Für die vier Zebrastreifen an der Kreuzung Georgenstraße/Tengstraße braucht es rechnerisch 16 Schilder – pro Fahrtrichtung. Macht insgesamt: 32 Schilder. Eigentlich eine einfache Rechnung...

Da überrascht auch das Fazit des Kreisverwaltungsreferats auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung nicht: Alles ganz normal also, heißt es von der Behörde. Nur: Die Häufung von vier Zebrastreifen an einer Kreuzung sei eben ungewöhnlich. (AZ)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier .

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren