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Walchensee

01.08.2016

34-Jähriger stirbt bei Tauchunfall

Am Walchensee ist ein Taucher ums Leben gekommen.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Für einen Österreicher endete ein Tauchgang im Walchensee im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen tödlich. Wie es zu dem Unglück kam.

Ein 34-jähriger ist am Sonntagmittag gegen 12.30 Uhr bei einem Tauchunfall im Walchensee gestorben. Der Österreicher unternahm nach Angaben der Polizei zusammen mit seiner Lebensgefährtin sowie einem Tauch-Guide einen Erlebnistauchgang im Bereich des sogenannten Steinbruchs im Walchensee im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Als der 34-Jährige in einer Tiefe von etwa 30 Metern technische Probleme bekam, entschloss sich die Gruppe wieder aufzutauchen. Dabei sank der Verunglückte aus bislang ungeklärten Gründen ab. Andere Taucher, die auf den Vorfall aufmerksam wurden, setzten einen Notruf ab. Die Wasserwachten Walchensee, Kochel, Niedernach, Grainau sowie die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) Krün-Wallgau waren im Einsatz. Auch zwei Hubschrauber aus Murnau und München unterstützten die Rettungskräfte.

Nach etwa einer Stunde bargen die Rettungskräfte den Österreicher, der sich leblos in 40 Metern Tiefe befand. Der Notarzt stellte schließlich den Tod des Mannes fest. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Weilheim hat die Ermittlungen übernommen. alex-

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01.08.2016

Der sogenannte Tauchguide muss ein verantwortungsloser Vollblinder gewesen sein. Erstens lasse ich als verantwortlicher meinen Tauchkameraden nicht allein, sondern bringe ihn mit Wechselatmung an die Oberfläche. Und zweitens kann man bei einer Tiefe von 40 Metern seinen Tauchkollegen selber bergen. Der Guide gehört eingesperrt!

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01.08.2016

Ganz so einfach ist das mit dem selbst bergen im Walchensee wohl nicht, aber Sie haben recht, das Ganze mutet schon sehr seltsam an.

Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum der Tauchguide den Mann, nachdem dieser schon offensichtliche Probleme hatte, nicht unter ständiger Beobachtung und engen Körperkontakt hielt, um ihn wieder sicher nach oben zu bringen. Das wäre eigentlich seine Aufgabe gewesen. Den Mann sicher nach oben zu bringen.

Laut dem Artikel in der Süddeutschen herrscht im Walchensee momentan eine sehr schlechte Sicht und nur ca. 4 Grad Wassertemperatur auf einer Wassertiefe von 30 Metern. Außerdem wurde von den Rettern vor Ort gesagt, dass der Verstorbene einen für diese Temperaturen nicht tauglichen Regulator ausgerüstet gewesen sei, was aber noch geprüft werden muss.

Gefunden wurde er dann wohl auf 34 Metern. Der Gedanke, dass dieser Mann ganz alleine und in Panik in fast völliger Dunkelheit und im eiskalten Wasser sterben musste, macht einen, nicht nur als Taucher, sehr betroffen.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/jachenau-taucher-im-walchensee-toedlich-verunglueckt-1.3104157

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