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Bayern

25.12.2020

4400 Anzeigen wegen Corona-Verstößen in der ersten Lockdown-Woche

Wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht gab es 966 Anzeigen.
Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Für die Menschen in Bayern gelten im Corona-Lockdown strenge Regeln. Die meisten halten sich an sie. Einige müssen allerdings auch Bußgelder zahlen.

In der ersten Woche des Lockdowns mit strikten Corona-Regeln sind in Bayern 4420 Menschen wegen Verstößen angezeigt worden. Am häufigsten wurde gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen: 2264 Anzeigen gab es nach Angaben des bayerischen Innenministeriums vom 16. bis zum 23. Dezember. Nach 21 Uhr dürfen die Menschen im Freistaat derzeit das Haus nicht mehr verlassen, außer in begründeten Einzelfällen wie in Notfällen oder zum Gassi-Gehen mit dem Hund.

Wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht stellten die Behörden in der ersten Lockdown-Woche 966 Anzeigen aus. 717 Menschen bekamen Anzeigen wegen verbotener Menschenansammlungen. Gegen Quarantäneauflagen gab es kaum Verstöße - 44 Menschen bekommen deshalb Post von den Ordnungsbehörden.

 

Am Heiligabend trafen sich bei einer religiösen Veranstaltung in Augsburg rund 200 Menschen in einem Veranstaltungsraum, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Da die Sicherheitsabstände nicht eingehalten worden seien, würden die Veranstalter angezeigt.

Corona-Ausgangsbeschränkungen sollen während der Feiertage kontrolliert werden

Am Heiligabend und in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag hielten sich die Menschen in Bayern zum großen Teil an die Ausgangsbeschränkungen. Die Polizeipräsidien meldeten am Freitag nur wenige Verstöße. In München herrschte auf dem Mittleren Ring am Weihnachtsabend um halb neun reger Verkehr - offenbar, weil alle schnell heim wollten, um vor 21 Uhr zu Hause zu sein. In Augsburg beobachtete die Polizei ebenfalls "teilweise lebhaften Abreiseverkehr" aus den Wohngebieten, sagte ein Sprecher.

Ein Sprecher des Innenministeriums kündigte verstärkte Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen im Laufe der Feiertage an. Ebenso sollen Reiserückkehrer stärker kontrolliert werden, diese unterliegen in Bayern einer Corona-Testpflicht. Spätestens 72 Stunden nach der Einreise müssen sie beim zuständigen Gesundheitsamt ein Testergebnis vorlegen. Das hatte am Dienstag das bayerische Kabinett in München beschlossen. Die Urlaubs- und Familienrückkehrer können aber auch Corona-Tests vorlegen, die im Ausland vorgenommen wurden. Der Test darf aber maximal 48 Stunden alt sein. (dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.12.2020

"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein." (Einstein)

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25.12.2020

Meinen Beobachtungen zu Folge nur die Spitze des Eisbergs.
Ich bin zwar kein Fan vom Lockdown, aber wenn schon Lockdown, dann bitte auch alle dran halten.
Sonst zündet Söder die nächste Stufe - nicht wegen der Zahlen sondern weil er sowieso keinen Plan hat und deshalb einen Grrund braucht, warums nicht besser wird.

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26.12.2020

Jepp, leider. Wobei das vermutlich eh kommt. Ob sich die Leute dran halten oder nicht. Die Zahlen sind eh weder transparent noch neutral noch unabhängig:-)

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26.12.2020

Die Zahlen in den KH sprechen eine eindeutige Sprache. Soziale Kontakte werden teilweise nicht wirklich reduziert. Eher kreativ die Möglichkeiten genutzt. Eine ganztägige Ausgangssperre ist daher gar nicht mehr abwegig. Insbesondere wenn sich die neue Version weiter verbreitet, was unaufhaltsam ist. Die Frage ist nur das Tempo. Eine Dritte Welle steht faktisch kurz bevor. Und die 2. ist noch gar nicht vorbei. DieSommerferien 2021 werden auch kurz werden.
@Knut E. Wie soll man den Virus aufhalten? Ein Virus lässt sich nicht einfach aussperren, in der Zahl, wie er weltweit verbreitet ist, ist es utopisch den mit ein paar Tests, Masken und Händewaschen zu isolieren. Kontakte reduzieren ist die einzige Möglichkeit eine Virusverbreitung einzudämmen. Insbesondere wenn bei diesen auf mns verzichtet wird. Und wieviel waren mit mns beispielsweise unter Weihnachtsbaum gesessen. ;-) Und wenn es freiwillig nicht funktioniert, kann bzw. Muss die Politik handeln.

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25.12.2020

Von 21 Uhr bis 5 Uhr herrscht eine AUSGANGSSPERRE !! Nach dem Artikel zu urteilen haben die meisten Menschen gegen die Ausgangssperre verstoßen und waren nach 21 Uhr noch draußen unterwegs, ohne dass für sie die Ausnahmen galten.

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