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Umfrage

17.04.2020

74 Prozent der Bayern finden Abstand halten bis 3. Mai richtig

Die Bayern halten die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen mehrheitlich für richtig.
Bild: Paul Zinken, dpa

Exklusiv Fast drei Viertel der Menschen im Freistaat halten die Verlängerung des Social Distancings für angemessen. Eine Mehrheit hätte eine Maskenpflicht befürwortet.

Eine große Mehrheit der Bayern findet es richtig, dass Bund und Länder die Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai verlängert haben. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen ergeben. 74 Prozent und damit fast drei Viertel der Befragen in Bayern bewerten die Entscheidung als „eindeutig richtig“ bzw. „eher richtig“. 19,9 Prozent finden sie „eher falsch“ bzw. „eindeutig falsch“. Unentschieden sind 6,1 Prozent der Befragten in der Angelegenheit.

Deutschlandtrend: Im gesamten Bundesgebiet ist die Zustimmung für die Verlängerung der Beschränkungen mit 76,4 Prozent sogar noch höher. Kritisch sehen es die befragten AfD-Wähler. Nur 48,6 Prozent von ihnen halten sie für „eindeutig richtig“ bzw. „eher richtig“. Auch Wähler der FDP sind eher zurückhaltend in ihrer Begeisterung für das Verkündete: 51,6 Prozent von ihnen antworteten mit „eindeutig richtig“ bzw. „eher richtig“.

Schade findet es eine Mehrheit der Bayern, dass sich Bund und Länder nicht auf eine Tragepflicht von Mund- und Nasenschutz beim Einkaufen oder im Öffentlichen Nahverkehr einigen konnten. 47,5 aller Befragten halten die Entscheidung für falsch, 37 Prozent sind einverstanden. 15,5 Prozent sind in der Frage unentschieden.

Deutschlandtrend: Auch hier sind es wieder die bundesweiten Wähler der FDP, die eine stark differente Meinung zur Mehrheit haben. Während im Gesamten 22,2 Prozent der Befragten den Verzicht auf eine Tragepflicht als „eindeutig richtig“ bezeichnen, sind es bei den Anhängern der Freidemokraten sogar 37 Prozent.

Bei den Befürwortern einer Tragepflicht stechen insbesondere die Befragten ohne Schulabschluss hervor. 30,2 Prozent von ihnen halten den Verzicht auf eine verbindliche Vorgabe für „eindeutig falsch“. Zum Vergleich: Diese Antwortoption klickten im gesamten Teilnehmerspektrum 23,8 Prozent an.

Große Sympathien haben die Bayern für die Regelung, dass Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ab dem 20. April in den meisten Bundesländern unter Auflagen wieder öffnen dürfen - auch wenn das in Bayern selbst erst ab dem 27. April der Fall ist. 66,1 Prozent finden das gut, 21,3 Prozent hätten eine weitere Schließung für richtig gehalten. 12,6 Prozent konnten sich zu keiner eindeutigen Antwort durchringen.

Deutschlandtrend: Fast die Hälfte der deutschen AfD-Wähler (47,9 Prozent) bewertet die neue Regelung als „eindeutig richtig“. Über alle Befragten hinweg liegt diese Antwortoption bei 34,2 Prozent. Eindeutiger richtig als der Durchschnitt finden auch Arbeitslose und Nichterwerbspersonen die Wiedereröffnung der Geschäfte (37 Prozent).

Eine klare Zustimmung signalisieren die Bayern auch für die sukzessive Wiederöffnung der Schulen in Deutschland ab 4. Mai. 63,6 Prozent sagen: Richtig so, dass die Schüler nach und nach wieder in die Schulgebäude zurückkehren können. Nur 22,4 Prozent hätten eine Verlängerung des „Home Schoolings“ eher oder eindeutig befürwortet. 14 Prozent sind unentschieden.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung gewichtet. Für die Fragen wurden die Antworten von mehr als 5000 Teilnehmern aus dem Bundesgebiet berücksichtigt.

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