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München

06.03.2016

75-Jährige verletzt: Ermittlungen gegen Münchner Pegida-Funktionär

Der Vorfall soll sich auf dem Münchner Marienplatz ereignet haben.
Bild: Tobias Hase/dpa, Symbol

Nach der Verurteilung eines Münchner Pegida-Funktionärs wegen Zitierens einer Nazi-Parole wird gegen ihn auch wegen Körperverletzung ermittelt. Er soll eine Frau geschubst haben.

Der Funktionär soll auf dem Münchner Marienplatz eine 75 Jahre alte Frau geschubst haben, bestätigte ein Polizeisprecher am Samstag Medienberichte. Die alte Dame sei daraufhin über eine Metallkiste gestolpert und zu Boden gestürzt. Sie kam in ein Krankenhaus. 

Erst vor kurzem war der Pegida-Funktionär vom Amtsgericht München zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er auf einer Kundgebung im Oktober mehrmals den Nazi-Satz "Wollt ihr den totalen Krieg?" gerufen hatte. Die Frage gestellt hatte NS-Propagandaminister Joseph Goebbels 1943 in einer Rede im Berliner Sportpalast nach der Schlacht von  Stalingrad, die als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg gilt.

Das bayerische Landeskriminalamt ermittelt zudem seit mehr als drei Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung gegen den Münchner Pegida-Vorstandschef. Unter anderem geht es um Kontakte zu einem verurteilten Rechtsterroristen. dpa/lby

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