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  3. A96: Tödliche Geisterfahrt im Allgäu: Lag es am Alter des 88-Jährigen?

A96
17.08.2017

Tödliche Geisterfahrt im Allgäu: Lag es am Alter des 88-Jährigen?

Ein Geisterfahrer hatte den Unfall mit drei Verletzten nahe Buchloe verursacht.
Foto: Thomas Poeppel, dpa

Nach dem tragischen Unfall bei Buchloe werden Fragen nach der Ursache laut. Wie oft Menschen auf der falschen Fahrbahn unterwegs sind und ob Warnschilder geholfen hätten.

Nach dem Geisterfahrer-Unfall am Montagabend auf der A96 bei Buchloe werden Fragen nach der Ursache laut. War der 88-jährige Unfallverursacher aufgrund seines hohen Alters nicht mehr fahrtauglich? Hätten Warnschilder ihn davon abhalten können, in falscher Richtung auf die Autobahn zu fahren? Bei dem Unfall wurde ein Ehepaar schwer verletzt. Der 88-Jährige starb.

Warnschilder hätten in diesem Fall wohl nichts genutzt, da der Senior zunächst richtig auf die Autobahn aufgefahren war, sagt Polizeisprecher Jürgen Krautwald. Der 88-Jährige wendete erst danach auf dem Beschleunigungsstreifen und fuhr in die falsche Richtung weiter. „Das hätte nicht verhindert werden können“, sagt Krautwald – weder durch Schilder, noch durch Vorrichtungen im Boden, die Reifen platzen lassen, wie es sie in anderen Ländern gibt. Ob das Alter des Fahrers eine Rolle gespielt hat, darüber möchte Krautwald nicht spekulieren.

Neun von zehn Geisterfahrern über 70 Jahre alt

Die Zahlen belegen jedoch, dass häufig ältere Verkehrsteilnehmer in falscher Richtung auf Autobahnen unterwegs sind. Neun von zehn Geisterfahrern, die 2016 im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gestellt wurden, waren über 70 Jahre alt. Insgesamt gab es 48 Geisterfahrermeldungen. Im ersten Halbjahr 2017 waren es 24 Meldungen. Vier Personen wurden gefasst. Die Fälle konzentrieren sich im Süden auf den Bereich der A980 zwischen dem Dreieck Allgäu und der Anschlussstelle Waltenhofen sowie auf die B19 zwischen Kempten und Oberstdorf. Im Norden verteilen sich die Falschfahrermeldungen auf verschiedene Bereiche der A7, A8 und A96.

Nach dem Geisterfahrer-Unfall am Montagabend auf der A96 bei Buchloe werden Fragen nach der Ursache laut.
Foto: Claudia Goetting

Bereits 2012 stellte der ADAC bei einer Untersuchung fest, dass auf dem nur gut vier Kilometer langen Autobahnabschnitt der A980 zwischen Waltenhofen und dem Dreieck Allgäu ungewöhnlich viele Falschfahrer registriert werden. 2016 gab es zehn Meldungen in dem Bereich, sagt ADAC-Sprecher Alexander Kreipl. Wurde an den offenbar unübersichtlichen Anschlussstellen etwas verändert? „Wir haben alles angeschaut und die Markierungen optimiert, um Falschabbiege-Vorgänge zu vermeiden“, sagt Leo Weiß, der stellvertretende Leiter der Autobahndirektion Südbayern. Warnschilder mit einer ausgestreckten, schwarzen Hand und den Hinweisen „Stop“ und „Falsch“, wie sie etwa in Österreich zu finden sind, gebe es auf Allgäuer Autobahnen allerdings nicht. Ein Test auf der A8 und der A3 habe 2010 „keine signifikante Wirkung“ gezeigt, sagt Weiß.

Geisterfahrer auf A96: Spielte das Alter eine Rolle?

Auch auf der A8 bei Augsburg sind immer wieder Geisterfahrer unterwegs. Josef Sitterer, Chef der Autobahnpolizei Gersthofen, rät für den Notfall: Auf keinen Fall wenden, sondern auf den Standstreifen fahren, den Warnblinker einschalten, aussteigen, sich hinter die Leitplanke stellen und die Polizei anrufen. Glücklicherweise, sagt Sitterer, seien Geisterfahrer in seinem Einsatzgebiet zwischen Burgau und Adelzhausen Einzelfälle. „Meist sind es zwischen drei und fünf pro Jahr.“ 2012 seien es mit neuen Geisterfahrern ein bisschen mehr gewesen. „Alle Altersklassen sind vertreten“, sagt Sitterer und fügt dann noch hinzu: „Aber es gibt eine leicht höhere Belastung durch die Altersgruppe ab 60.“

Ein Geisterfahrer hat am Montagabend um 17.40 Uhr auf der Autobahn 96 bei Buchloe (Landkreis Ostallgäu) einen Unfall verursacht. Der Mann starb später im Krankenhaus.
Foto: Claudia Goetting

Bei der Irrfahrt des 88-Jährigen am Montag ist nicht klar, ob sein Alter oder gesundheitliche Probleme eine Rolle spielten. Eine Überprüfung seiner Fahrtauglichkeit hätte aber auch nur dann stattgefunden, wenn die Führerscheinstelle einen Hinweis bekommen hätte. Beim Landratsamt Ostallgäu kam das im vergangenen Jahr 300 Mal vor, teilt Pressesprecher Stefan Leonhart mit. Hinweise können dabei von vielen Seiten kommen. Neben der Polizei wird die Behörde aus Gerichtsurteilen, Verkehrsverstößen oder aber aus Mitteilungen von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn darauf aufmerksam. Eine vorgeschriebene Fahrtauglichkeitsprüfung ab einem bestimmten Alter gibt es in Deutschland nicht.

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