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Verkehr

12.05.2017

A96 wird bei Germering für drei Jahre zur Baustelle

Der Ausbau der A96 zwischen den Ausfahrten Oberpfaffenhofen (Bild) und Germering-Süd hat begonnen.
Bild: Thorsten Jordan/Archiv

Drei Jahre lang wird die A96 zwischen Germering Süd und Oberpfaffenhofen ausgebaut, aus vier Spuren werden sechs. Worauf sich Pendler während der Bauzeit einstellen müssen.

Drei Jahre lang wird auf der A96 bei Germering gebaut. Schon seit rund vier Wochen sind die Spuren für die Bauarbeiten umgeleitet. Auch während der Bauzeit bleibt die A96 vierspurig - allerdings sind die Fahrstreifen schmaler als üblich und die Seitenstreifen fallen weg. Am Freitag, 12. Mai, hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Bauarbeiten symbolisch eingeleitet. "Der sechsstreifige Ausbau der A96 ist ein wichtiger Meilenstein für die Mobilität in Südbayern", sagte Dobrindt.

Die rund neun Kilometer lange Strecke zwischen den Anschlussstellen Oberpfaffenhofen und Germering Süd wird von vier auf sechs Spuren ausgebaut. Zwischen Germering Süd und München verläuft die Autobahn bereits auf sechs Spuren. Zusätzlich zur Verbreiterung der Straße werden sogenannte Lärmschutzgalerien aufgestellt, auch der Fahrbahnbelag soll lärmmindernd wirkend. Dadurch habe der Ausbau einen "Doppelnutzen", sagt Josef Seebacher, Pressesprecher der zuständigen Autobahndirektion Südbayern.

Ausbau soll Autofahrer und Anwohner entlasten

Rund 100 Milllionen Euro investiert der Bund, um einerseits Autofahrer zu entlasten und das Staurisiko zu senken. Vor allem im Berufsverkehr in Richtung München brauchen Autofahrer oft viel Zeit auf dieser Strecke. Andererseits sollen die Anwohner entlastet werden. Bei neuen Streckenabschnitten gelten strengere Richtlinien als bei bestehenden Autobahnen.

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Für den Lärmschutz werden rund zwei Drittel der Kosten ausgegeben, das letzte Drittel fließt in die Erweiterung der Autobahn auf sechs Spuren. Am Montag beginnen die Arbeiten, als erstes werden die Lärmschutzgalerien aufgebaut. Sobald das abgeschlossen ist, werden die Fahrspuren noch einmal verlegt. Sie bleiben aber bis zum Abschluss der Arbeiten schmaler als üblich.

Meist gilt Tempo 80, an manchen Tagen Tempo 60

Während der Bauarbeiten müssen Autofahrer langsamer fahren als sonst erlaubt ist. Statt der eigentlich vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern sind meist 80 km/h erlaubt. Bei einigen Arbeiten wird das maximale Tempo noch weiter beschränkt: auf 60 km/h. Nach Erkenntnissen der Autobahndirektion sinkt das Risiko für Auffahrunfälle um die Hälfte, wenn Autofahrer statt 80 km/h 60 Stundenkilometer fahren, wie Sprecher Josef Seebacher erklärte. Während bestimmter Bauabschnitte schränke man die Höchstgeschwindigkeit daher zusätzlich ein.

In den vergangenen Wochen wurden nicht nur die vorübergehenden Fahrspuren markiert, sondern auch andere Vorarbeiten vorgenommen, etwa die verpflichtende Sondierung auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. Immer wieder werden bei Bauarbeiten alte Fliegerbomben und andere Weltkriegsrelikte gefunden. In den vergangenen Jahren haben etliche Arbeiten an der A96 stattgefunden, zuletzt wurden die Tunnels bei Etterschlag und bei Eching saniert. (mit dpa)

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