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14.06.2018

Ach, wieschön istKnobeln

Lust auf Mathe? Haben die Teilnehmer der Olympiade auf jeden Fall.
Bild: dpa

Mathe-Olympiade

Igitt, Mathe! Oft gehört, oft gelitten, oft gescheitert.

Igitt? Nicht für 200 Mädchen und Jungen, die es ins Bundesfinale der Mathematik-Olympiade geschafft haben. Von heute an zerbrechen sie sich in den Hörsälen der Universität Würzburg die Köpfe – und zwar freiwillig. Wenn man so will, sind das Deutschlands beste Nachwuchs-Knobler. Immerhin haben sich etwa 200000 Schüler von der achten bis zur zwölften Klasse beworben.

Laut offizieller Teilnehmerliste werden 15 Jugendliche das Team Bayern vertreten. Darunter ist auch ein Mädchen aus unserer Region, eine Neuntklässlerin des Gymnasiums bei St. Anna aus Augsburg. Insgesamt ist weniger als ein Drittel der Teilnehmer weiblich.

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Die Schüler müssen sich zwei viereinhalbstündigen Klausuren mit je drei Aufgaben stellen. Die Gewinner stehen am Samstag fest. Bei den Aufgaben gehe es nicht in erster Linie ums Rechnen, sagt der Mathematiker Richard Greiner von der Universität Würzburg. „Hier geht es um logisches Schließen. Es geht um eine vollständige und logische Herangehensweise und eine schlüssige Begründung“, so der Geschäftsführer des Instituts der Mathematik.

Als Beispiel nennt er eine Aufgabe aus dem Vorjahr für die Neuntklässler: 25 Fußballbild-Sammler in verschiedenen Städten haben jeweils ein Bild doppelt, das ein anderer braucht. Wenn jeder an alle anderen einen Brief schickt (25 x 24 = 600), müssten 600 Briefe verschickt werden. Wie viele Briefe aber reichen im idealen Fall? „Die Antwort ist übrigens 48“, sagt Greiner. „Aber es reicht nicht, zu sagen, dass das die richtige Antwort ist. Man muss auch erklären können, warum das so ist. Und sie müssen ein Argument finden, warum es mit weniger nicht geht!“

Neben Zirkel, Papier, Stiften und Geodreieck sind keine Hilfsmittel erlaubt – auch kein Taschenrechner. „Wasser, Apfel und Müsliriegel bekommen sie von uns“, sagt Greiner. Dass einer tricksen könnte, glaubt der Mathematiker nicht. „Da gibt es wenig Möglichkeiten.“ (dpa, AZ)

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