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Allgäu
04.02.2013

Ölspur-Anschlag: Polizei sucht nun nach einem Serientäter

Neue Erkenntnisse im Fall Ölfleck: Nach fast zwei Jahren gehen die Ermittler nun von einem Serientäter aus. Es gibt wohl eine Verbindung zu ähnlichen Fällen.

Knapp 22 Monate nach dem tödlichen Ölspur-Anschlag auf einen Motorradfahrer bei Ottobeuren kommt Bewegung in die Ermittlungen. Die Polizei geht nun von einem Wiederholungstäter aus. Demnach gab es 2007 und 2010 ähnliche Fälle in Baden-Württemberg. Damals kam jedoch niemand zu Schaden.

Der Ölfleck war absichtlich gelegt worden

Anders war es im April 2011: Am frühen Abend des 17.04.2011 ereignete sich auf der Staatsstraße 2013 zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 37-jähriger Motorradfahrer war auf eine Ölspur geraten und tödlich verunglückt. Die Ermittlungen ergaben, dass die Öllachen auf der Fahrbahn durch grüne Weinflaschen und klare Sektflaschen absichtlich gelegt worden waren. Außerdem hatten die Ermittlungen ergeben, dass es sich um gebrauchtes Motoröl handelte.

Bislang blieb die Suche nach dem Verursacher der Ölspur erfolglos, obwohl der Fall auch schon im Sommer 2011 in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" ausgestrahlt wurde.

Ein Feuerwehrmann machte die Polizei auf die anderen Fälle aufmerksam

Auf die Fälle im Landkreis Biberach an der Riß wurden die Beamten durch die Zeugenaussage eines Feuerwehrkommandanten aufmerksam. Bei allen drei jetzt bekannten Fällen handelt es sich nach Einschätzung der Ermittler um Ölflecken, die durch mit Altöl gefüllte Glasflaschen vorsätzlich verursacht worden waren. Es sei davon auszugehen, dass die Flaschen aus einem fahrenden Auto geworfen wurde, sagte ein Polizeisprecher. Auch die Tatorte - kurvige, unübersichtliche Straßenstellen - seien sich ähnlich. All das deute auf einen Zusammenhang der Fälle hin. Die Polizei will nun prüfen, ob es weitere ähnliche Vorkommnisse gegeben hat und dazu zunächst die Feuerwehren in der Region kontaktieren. Bei Ölflecken auf Landstraßen werden in der Regel die Feuerwehrleute gerufen, um das Öl zu beseitigen.

Die Polizei ermittelte in alle Richtungen

Um den Fall aufzuklären, haben die Beamten bislang einiges aufgewendet. So versuchte die Kriminalpolizei Kempten mit einer Rekonstruktion am Tatort offene Fragen im Fall Ölfleck zu klären. Außerdem wurden 450 DNA-Proben genommen.  Seit November 2012 verfolgten die Beamten die neue Spur, die sich mit dem DNA-Fund an den Bruchstücken der Glasflasche auftat. AZ/dpa

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