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Guide Michelin

15.11.2017

Aufstieg in den Koch-Olymp

Sternekoch Jan Hartwig
Bild: Stache, dpa

Künftig gibt es in Bayern ein zweites Drei-Sterne-Restaurant. Ein Augsburger hält sein Niveau. Ein Promi verliert dagegen einen Stern

Mit dem „Atelier“ im Hotel „Bayerischer Hof“ in München hat Bayern ein weiteres Restaurant mit drei Sternen bekommen. Küchenchef Jan Hartwig, 35, ist im neuen „Guide Michelin“ für das Jahr 2018 mit der höchst möglichen Anzahl an Sternen ausgezeichnet worden.

„Die Küche von Jan Hartwig hat in nur wenigen Jahren eine ganz eigene Handschrift entwickelt“, lobte der internationale Direktor des „Guide Michelin“, Michael Eilis, anlässlich der Vorstellung der neuen Ausgabe des Hotel- und Restaurantführers am gestrigen Dienstag in Potsdam.

Das „Atelier“ ist das einzige in Deutschland, das neu in die Liga der Drei-Sterne-Häuser aufgenommen wurde. Zusammen mit dem „Restaurant Überfahrt Christian Jürgens“ in Rottach-Egern (Landkreis Miesbach) unter Leitung von Christian Jürgens hat Bayern nun zwei Drei-Sterne-Restaurants. Jürgens konnte seinen Titel verteidigen. In Deutschland gibt es nur elf Häuser in dieser Kategorie.

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Drei Sterne für das "Atelier": Großes Lob vom Direktor des "Guide Michelin"

Der Direktor des „Guide Michelin“ Deutschland/Schweiz, Ralf Flinkenflügel, bezeichnete den neuen Drei-Sterne-Koch Hartwig als „Shooting-Star“ der Szene. Er habe erst vor zwei Jahren den zweiten Stern bekommen. „Er ist nun an einem Punkt angekommen, dass er nicht nur in Deutschland, sondern auch in der internationalen Küche zur absoluten Spitze gehört“, sagte Flinkenflügel. Seine Küche habe „Tiefgang und Charakter“.

Insgesamt ist die Zahl der bayerischen Sterne-Restaurants im Vergleich zum Vorjahr mit 48 Adressen stabil geblieben. Dennoch gab es einige Änderungen: Neu in die Ein-Sterne-Liste aufgenommen wurden die Restaurants „Leo’s by Stephan Brandl“ in Kötzing (Landkreis Cham), „Schwarzreiter“ in München und „Schuhbecks Fine Dining“ in München. Der vor allem als Fernsehkoch bekannte Alfons Schuhbeck verlor allerdings den Stern für „Schuhbecks in den Südtiroler Stuben“.

Drei weiteren Restaurants in Bayern wurde ihr Stern ebenfalls aberkannt: „Helbigs Gasthaus“ in Johannesberg (Landkreis Aschaffenburg), „Maiwerts“ in Rottach-Egern und „Schwingshackl Esskultur“ in Tegernsee (beide Landkreis Miesbach).

"August" behält zwei Sterne

Der Augsburger Christian Grünwald hat es mit seinem Lokal „August“ in der Haag-Villa geschafft, seine beiden Sterne zu behalten. Er bleibt damit das nach dem Michelin-Führer am höchsten ausgezeichnete Restaurant in Augsburg.

Der „Guide Michelin“ erscheint in Deutschland seit dem Jahr 1964 und gilt als die „Bibel der Feinschmecker“. Die neueste Auflage des bekannten Hotel- und Restaurantführers kommt am Freitag, den 17. November, in den Handel.

Es gibt weitere Führer, wie etwa den „Gault-Millau“. Er bewertet nach Punkten von 0 bis 20 und verleiht Kochmützen an die Spitzengastronomie. (dpa)

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