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Prozess

17.10.2016

Bamberger Ex-Chefarzt zu mehr als sieben Jahre Haft verurteilt

Der 51-jährige Mediziner soll zwölf Frauen missbraucht und teilweise vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft fordert das Höchststrafmaß.
Bild: Nicolas Armer, dpa

Das Urteil im Bamberger Chefarzt-Prozess ist gefallen. Das Gericht sah mehrere Fälle von schwerer Vergewaltigung als bewiesen an.

Ein früherer Chefarzt des Klinikums Bamberg ist am Montag wegen schwerer Vergewaltigung und weiterer Vergehen zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Anwälte des 51-Jährigen hatten vor dem Landgericht der oberfränkischen Stadt teils eine Bewährungsstrafe, teils Freispruch von fast allen Vorwürfen gefordert. Die Staatsanwaltschaft wollte die Höchststrafe, also 15 Jahre Haft, vor allem wegen schwerer Vergewaltigung mehrerer Frauen.

Arzt soll Patentochter seiner Frau heimlich gefilmt haben

Der Mann stand seit April 2015 vor Gericht. Ihm war vorgeworfen worden, zwischen 2008 und 2014 zwölf Frauen im Bamberger Klinikum missbraucht und teilweise mit Gegenständen oder einem Finger vergewaltigt zu haben. Zudem soll er die Patentochter seiner Frau heimlich gefilmt haben. Der frühere Chefarzt hatte zugegeben, die Bilder und Videos gemacht zu haben, ein sexuelles Motiv aber zurückgewiesen und auf die Erprobung neuer Behandlungsmethoden gegen Beckenvenenthrombosen verwiesen. dpa

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