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Unterfranken

27.12.2018

Bauchschuss an Weihnachten - Verdächtiger in Haft

In Erlenbach in Unterfranken ist ein 41-Jähriger angeschossen und schwer verletzt worden. Der Tatverdächtige stellte sich inzwischen der Polizei.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

In Erlenbach in Unterfranken wird an Weihnachten ein Mann niedergeschossen. Die Polizei fahndet zunächst erfolglos. Dann meldet sich der Tatverdächtige.

Weil er an Weihnachten in Erlenbach am Main auf einen Bekannten geschossen haben soll, ist ein 28 Jahre alter Mann verhaftet worden. Ein Ermittlungsrichter hat inzwischen einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erlassen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

Polizei fahndet zunächst erfolglos nach Verdächtigem - der stellt sich plötzlich

Der Mann hatte sich am Mittwoch im Beisein seines Anwaltes gestellt und den Beamten verraten, wo die mutmaßliche Tatwaffe versteckt ist. Die Ermittler fanden den Revolver daraufhin in einem Gebüsch am Ortsrand von Erlenbach (Landkreis Miltenberg). Zuvor war etwa 24 Stunden lang öffentlich und mit einem Großaufgebot nach dem Täter gefahndet worden - erfolglos.

Zu den Vorwürfen schwieg der 28-Jährige allerdings. Am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages war ein 41 Jahre alter Mann während eines heftigen Streits vor einem Mehrfamilienhaus in Erlenbach angeschossen worden. Das Projektil traf ihn in den Bauch; er wurde dabei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und wird in einer Klinik behandelt.

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Bauchschuss an Weihnachten - Ermittler gehen von Beziehungstat aus

Einsatzkräfte hatten den Verletzten am Dienstagabend vor dem Eingang des Hauses gefunden, in dem dieser wohnt. Nach Zeugenaussagen sollen sich die beiden Männer zuvor im Treppenhaus heftig gestritten haben. Der genaue Ablauf des Abends sei allerdings noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Ein Grund dafür sei, dass Zeugen unterschiedliche Angaben gemacht hätten. Auch zu den Hintergründen der Auseinandersetzung konnte die Polizei zunächst nichts sagen. 

Der nun in Haft sitzende verdächtige Deutsche ohne festen Wohnsitz ist den Angaben zufolge bereits vorher bei der Polizei bekannt gewesen. Er soll unter anderem wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung aufgefallen sein. Einen Waffenschein hat er nicht.  (dpa/lby)

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