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Bauprojekt
04.02.2017

Streit mit Walter-Bau-Konzern: Thailand zahlt 45 Millionen

Der thailändische König Maha Vajiralongkorn liebt den Freistaat, auch wenn es zwischen seinem Land und einem Augsburger Konzern Ärger gab.
Foto: Narong Sangnak, dpa (Archivbild)

Wegen eines Mautstraßenprojekts stritten der Augsburger Walter-Bau-Konzern und der thailändische Staat elf Jahre lang - eine Zahlung hat den Rechtsstreit jetzt beendet.

Thailands neuer König Maha Vajiralongkorn sitzt erst seit kurzem auf dem Thron, da erreichen ihn Schatten der Vergangenheit. Das Königreich hat dem Insolvenzverwalter des früheren Augsburger Konzerns Walter Bau jetzt 44,6 Millionen Euro gezahlt. Der Bundesgerichtshof hatte Thailand vor einem Monat dazu verdonnert. Die Zahlung sei ein „Schlussstrich unter einen Rechtsstreit, der sich über mehr als elf Jahre hingezogen hat“, sagte der Neu-Ulmer Wirtschaftsprüfer Werner Schneider am Freitag.

Streitgrund: Mautstraßenprojekt in Bangkok

Ursprung des Streits war ein Mautstraßenprojekt in Bangkok. Die einst zum Augsburger Walter-Bau-Konzern gehörende Dywidag hatte sich an Finanzierung, Bau und Betrieb der Mautautobahn beteiligt. Doch Thailand zahlte nicht, obwohl ein internationales Schiedsgericht in Genf Mitte 2009 die Forderung bestätigt und die Höhe festgelegt hatte: rund 30 Millionen Euro.

Die Auseinandersetzung gipfelte vor fünfeinhalb Jahren in einer ebenso kuriosen wie aufsehenerregenden Aktion: Werner Schneider ließ als Insolvenzverwalter der pleitegegangenen Walter Bau AG am 12. Juli 2011 das Flugzeug des damaligen Kronprinzen Maha Vajiralongkorn am Münchner Flughafen pfänden. Die Boeing 737, meist vom Prinzen selbst geflogen, saß wochenlang fest. Schneider wollte auf diese drastische Weise das Geld vom thailändischen Staat eintreiben. Das führte zu diplomatischen Verwicklungen und einem Einreiseverbot für Schneider.

Thailands König liebt Bayern

Tatsächlich lenkte Bangkok dann ein. Gegen Vorlage einer Bankbürgschaft über 45,5 Millionen Euro wurde das Flugzeug am 8. August 2011 wieder freigegeben. Maha Vajiralongkorn, 64, konnte die Maschine nach Hause steuern. Seine Liebe zu Bayern hat die Episode nicht nachhaltig beeinflusst. Nach wie hält sich der heutige König gern und oft im Freistaat auf.

Wirtschaftsprüfer Werner Schneider zeigte sich jetzt sehr zufrieden. Die gezahlte Summe komme der Insolvenzmasse zugute – und damit den Gläubigern und Mitarbeitern der früheren Walter Bau-AG.

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Die Diskussion ist geschlossen.

04.02.2017

Anmerkung:

Walterbau ist nicht pleite gegangen, die Firma wurde unrechtmäßig von der Deutschenbank in die Pleite getrieben.

04.02.2017

Sehr richtig und keiner unserer pol. Dampfplauderer hat damals dem Unternehmer und den vielen Arbeitnehmern und Zulieferer geholfen.