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Bayern
08.04.2018

Sonne satt und viel Wärme - doch das sommerliche Wetter hat Tücken

Frühling im Wittelsbacher Park: Die Augsburger zieht es am warmen Wochenende ins Freie.
Foto: Michael Hochgemuth

Über 20 Grad in Bayern! Bei aller Euphorie mahnt die Polizei vor allem Motorradfahrer zur Vorsicht - und auch der Deutsche Alpenverein hat Tipps für Ausflügler.

Die Skifahrer trauern, die Wanderer freut's: Nicht nur am Samstag, auch am Sonntag scheint die Frühlingssonne über Bayern - nach einem langen und bitterkalten Winter. Während sich die Skisaison bei Traumwetter dem Ende zuneigt, kommt die Pflanzenwelt in Schwung. Ausflügler zieht es wieder vermehrt in die Parks und Biergärten und Motorradfahrer holen ihre Maschinen aus der Garage. Polizei und der Deutsche Wetterdienst (DWD) mahnen jedoch zur Vorsicht. Ein Überblick über Freud und Leid am ersten sommerlichen Wochenende des Jahres.

NATUR: Alle Pflanzen und Bäume beginnen nun zu treiben, wie Stefanie Härtel, Sprecherin beim Bayerischen Bauernverband, erklärte. Während die Spargelernte schon losgegangen sei, blühten die Erdbeeren zwar noch nicht. "Aber denen gefällt das warme Wetter auch", sagte Härtel. Mit der Blüte sei bald zu rechnen. Laut Theo Däxl, Gartenbauexperte des Bauernverbandes, schlagen nun auch Kräuter, Büsche und Blumen aus - Tulpen zum Beispiel.

SKIFAHRER: Für die Skifahrer heißt es nun: Abschied nehmen. An diesem Wochenende endet der Liftbetrieb in vielen Skigebieten in Bayern. An der Zugspitze und am Nebelhorn bei Oberstdorf fahren die Lifte noch bis zum 1. Mai. Der 16-jährige Philemon Dietz aus Ingolstadt war am Freitag noch einmal auf der Zugspitze unterwegs und trägt den Abschied mit Fassung: "Der Sommer ist ja auch schön, und es gibt ja auch Skigebiete fürs ganze Jahr."

MOTORRADFAHRER: Wenn es sonniger wird, sind wieder zahlreiche Motorradfahrer im Freistaat unterwegs. Weil sich nicht alle an die Regeln halten, schickt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd an diesem Wochenende wieder die "Kontrollgruppe Motorrad" auf die Straßen. "Das sind selbst motorradbegeisterte Kollegen", sagte ein Polizeisprecher. Sie sollen Raser aus dem Verkehr ziehen. Den Bikern empfiehlt er, sich nach der winterlichen Pause erst wieder mit ihren Maschinen vertraut zu machen. "Unser Appell, aufeinander Acht zu geben, geht aber auch an die Autofahrer."

WANDERER: Wer lieber zu Fuß unterwegs ist und das Wetter für eine Wanderung nutzen will, sollte nur bestimmte Strecken und die passende Ausrüstung wählen. Nach Angaben des Deutschen Alpenvereins (DAV) in München liegt vor allem in höheren Lagen noch viel Schnee. "In den bayerischen Voralpen südseitig kann man jetzt gut wandern gehen", sagte DAV-Sprecherin Andrea Händel. Beispiele seien Schlier- und Spitzingsee sowie die Gegend um das oberbayerische Miesbach. Höhenlagen deutlich über 1200 Meter sollten Ausflügler meiden. Auch für Wanderungen in den niedrigeren Lagen riet Händel zu knöchelhohen Wanderschuhen und Stöcken - denn auch dort sei noch mit Schnee zu rechnen.

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SONNENBRANDALARM: Ob beim Wandern oder im Biergarten: Der Deutsche Wetterdienst warnt davor, die Sonne zu unterschätzen. "Sie hat schon eine sehr starke Kraft", sagte ein DWD-Meteorologe. Wer sich länger an der frischen Luft aufhalte, solle sich unbedingt eincremen. Bereits nach einer halben Stunde in der prallen Sonne könne die Haut verbrennen, sagte der Experte. Gerade jetzt im Frühjahr sei die Luft sehr trocken und klar. Daher dringe die Strahlung stärker durch.

SOMMERTAG: Am Sonntag könnten die Temperaturen bis zu 25 Grad erreichen - nach Definition des DWD wäre das dann der erste Sommertag im Freistaat. Die besten Chancen darauf bestehen laut DWD in Unterfranken, etwa im Raum Aschaffenburg. Am Samstag wurden diese zunächst nicht erreicht. Die vorerst höchsten Temperaturen des Wochenendes gab es laut DWD in Bamberg und Oberstdorf mit jeweils 22 Grad. Noch wärmer war es in Bayern bereits am vergangenen Mittwoch - da zeigte das Thermometer in Bamberg 24,1 Grad. Dass die 25-Grad-Marke am Samstag noch erreicht werde, sei eher unwahrscheinlich, sagte ein Meteorologe. (dpa/AZ)

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