Newsticker

RKI meldet am Sonntag 14.611 neue Corona-Fälle
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Bayern beschließt Kontaktbeschränkungen auch für Privaträume

Corona-Regeln

29.10.2020

Bayern beschließt Kontaktbeschränkungen auch für Privaträume

Markus Söder informiert mit seinem Stellvertreter Hubert Aiwanger (FW) über die Kabinettssitzung.
Bild: Matthias Balk, dpa (Archiv)

Bayerns Kabinett tagte zum zwischen Bund und Länder vereinbarten Teil-Lockdown im November. Beschlossen wurden unter anderem strenge Regeln für private Treffen.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayern ab dem 2. November noch strengere Kontaktbeschränkungen beschlossen, als sie von Bund und Ländern vereinbart wurden. "Der Aufenthalt im öffentlichen wie im privaten Raum ist begrenzt auf die Angehörigen des eigenen Hausstands und eines weiteren Hausstands, jedoch in jedem Fall auf maximal zehn Personen", beschloss das bayerische Kabinett am Donnerstag. Damit regelt Bayern noch klarer als im jüngsten Bund-Länder-Beschluss, dass die Kontaktbeschränkungen auch im privaten Raum gelten – landesweit und unabhängig von der Zahl der Neuinfektionen.

Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt und nicht nur solche, die der Unterhaltung dienen. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen. Das hat das bayerische Kabinett am Donnerstag in München beschlossen.

Corona-Krise: Ruft Bayern wieder den Katastrophenfall aus?

Zudem erwägt Bayern die erneute Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die "dramatische Entwicklung" besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag. In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten in den kommenden Tagen bereits Kapazitätsengpässe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren.

Bayerischer Landtag stimmt über Corona-Verordnung ab

Auch wenn das Parlament für die Verordnung formal nicht befragt werden müsste, soll es am Nachmittag zum ersten Mal eine Abstimmung über die Anti-Corona-Politik im Bayerischen Landtag geben. Formal bindend ist das Votum aber nicht. Hintergrund ist, dass das Bundesinfektionsschutzgesetz den Landesregierungen ermöglicht, eigene Corona-Verordnungen zu erlassen – darin ist aber keine Gesetzgebungskompetenz für die Landtage enthalten.

Ziel der Abstimmung ist stattdessen, den Debatten im Parlament mehr Gewicht zu geben. Außerdem will die Staatsregierung ihren Kurs mit einem positiven Votum aus dem Landtag zusätzlich politisch legitimieren.

Die Pläne von Bund und Ländern sehen unter anderem vor, dass Hotels, Restaurants, Kinos und Theater im November geschlossen werden. Schulen, Kitas und Geschäfte hingegen sollen geöffnet bleiben - anders als während der massiven Einschränkungen im Frühjahr. Mehr zu den geplanten Einschränkungen lesen Sie hier. (AZ/dpa/lby)

Das könnte Sie auch interessieren: Chronologie: Wie Deutschland wieder in einen Lockdown schlitterte

Über alle Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie informieren wir Sie in unserem Live-Blog.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

17.11.2020

Der Arm des Herrn Söder reicht bis ins Ehebett - ist man denn künftig nirgendwo sicher vor ihm und seinen "Zwangsvorstellungen"?

Permalink
25.11.2020

Wenn Sie sich nur mit einer weiteren Person eines anderen Haushalts Ihr Ehebett teilen, sollte Söder zufrieden sein und die Ehefrau muß es ja nicht erfahren.

Permalink
30.10.2020

Nun zeigt sich dann doch das wahre Gesicht des Herrn Söder.

Lange haben die Bürger der neuen Bundesländer friedlich dafür demonstriert, die Überwachung durch den Staat (die Stasi) zu überwinden.

Nun fordert der Herr Landeschef dazu auf, dass Verstöße in den "privaten" Haushalten durch die Nachbarn gemeldet werden sollen.

Wo bitte ist da der Unterschied zur Stasi?

Permalink
30.10.2020

Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen ... warum?

Permalink
29.10.2020

Der wahre Katastrophenfall ist diese Bundes- und Landesregierung.
Und spätestens wenn der November dem Ende zugeht, dann wird wieder wie verrückt getestet und dann muß man eben leider leider im Dezember komplett runterfahren.

Permalink
29.10.2020

Viel Spaß beim Nachverfolgen in privaten Räumen, ha ha ha. Es wird die hohe Zeit der Denunzianten und Blockwarte. Aber so einfach ist das nicht sich Zutritt zu einer Wohnung zu verschaffen.

Permalink
29.10.2020

Es wird Zeit: Söder nach Berlin und Aiwanger for Bayern-Kini !!!

Permalink
29.10.2020

Gottesdienste..........................

Permalink
29.10.2020

Wenn schon auf einen Livestream hingewiesen wird, sollte auch ersichtlich sein wo dieser Stream abrufbar ist.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren