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Rüstungsindustrie

02.08.2016

Bayern ist Spitzenreiter bei deutschen Waffenexporten

Mit Kampfpanzern machte die bayerische Rüstungsindustrie im vergangenen Jahr etwa 749 Millionen Euro Umsatz.
Bild: Peter Steffen, dpa (Archivbild)

Die meisten deutschen Waffenexporte kommen aus Bayern - und werden einem Zeitungsbericht zufolge hauptsächlich in Drittstaaten wie Irak oder Kuwait geliefert.

Bayern ist einem Zeitungsbericht zufolge unter den Bundesländern der größte Waffenexporteur. Mit einem Anteil von 55 Prozent seien 2015 mehr als die Hälfte der exportierten Waffen aus Bayern geliefert worden, berichtete der Münchner Merkur am Dienstag unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums an die Grünen.

Von diesen Waffen seien 90 Prozent weder in EU-Staaten noch in andere Nato-Länder, sondern in sogenannte Drittstaaten wie Irak, Katar und Kuwait geliefert worden. Von den insgesamt mit Waffenverkäufen umgesetzten 7,86 Milliarden Euro seien 4,33 Milliarden Euro in Bayern umgesetzt worden.

Bayerische Rüstungsindustrie macht am meisten Umsatz mit Kampfpanzern

Den größten Umsatz machte die bayerische Rüstungsindustrie demnach mit Kampfpanzern (749 Millionen Euro), gefolgt von sonstigen gepanzerten Fahrzeugen (319 Millionen Euro), Lenkflugkörpern (296 Millionen Euro) und Kampfhubschraubern (120 Millionen Euro).

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Gelenkte Flugkörper seien unter anderem nach Botsuana, Indonesien, Irak, Katar, Kuwait und Saudi-Arabien geliefert worden. Nach Katar seien außerdem Kampfpanzer, gepanzerte Kampffahrzeuge und Maschinengewehre gegangen, in die Vereinigten Arabischen Emirate vollautomatische Gewehre.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Doris Wagner sagte dem Blatt, sie befürchte, "dass damit innen- und außenpolitische Konflikte befeuert und verschärft werden". AFP

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.08.2016

Ungefähr 10% des weltweiten Waffenexports kommt aus deutschen Landen. Dieses Geschäft solltem an sich nicht durrch Miesmacherei verderben lassen.

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02.08.2016

Deutschland zählt nach USA, Russland weltweit zum drittgrößten und in der EU zum größten Rüstungsexporteur. Mit der Lieferung an Staaten wie Irak, Katar und Kuwait, wo Menschenrechte massiv verletzt werden, setzt sich die Bundesregierung über ihre eigenen Richtlinien hinweg. Auch die Endverbleiberklärungen werden nicht überprüft und dienen somit nur der Beruhigung. Letztendlich landen die Waffen in den Kriegen und Krisenherden und wirken wie Brandbeschleuniger in diesen Konflikten. Aus den Kriegen fliehen dann die Menschen, kurzum „Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten“. Die Bundesregierung ist Mitschuld am Leid der Menschen in den Kriegen und am Anwachsen der Flüchtlingsströme.

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02.08.2016

Vielleicht sollte die Waffenindustrie, dem zahlungskräftigen Islamischen Staat, auch ein paar Vorführwaffen zu Verfügung stellen .... um so an neuen Aufträge zu kommen ..... ?

.

Jedenfalls ...... würden wir die Waffen nicht liefern, dann wären die Job´s wohl in Frankreich,USA oder Russland.

.

Solange es Schlachthöfe gibt, solange wird es auch Schlachtfelder geben !

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