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Urlaub

10.02.2018

Bayern verzeichnet neuen Tourismus-Rekord

Seit Jahrzehnten ein Besuchermagnet: das Schloss Neuschwanstein.
Bild: Dominik Berchtold

Die Zahl der Gäste stieg in ganz Bayern. Wo der Anstieg besonders groß ist und welche Orte bei den Besuchern besonders beliebt sind.

Der Tourismus in Bayern legt in allen Landesteilen zu: So stieg die Zahl der Gäste im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge deutlich um fast fünf Prozent auf mehr als 37 Millionen. Auch die Zahl der Übernachtungen lag mit 94,4 Millionen deutlich über dem Wert von 2016. Seit 2008 ist die Zahl der Touristen im Freistaat damit um fast vierzig Prozent angewachsen.

Wichtiger als neue Rekordzahlen sei aber, dass alle Regionen sowie Stadt und Land gleichermaßen vom Tourismus-Boom profitierten, sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) bei der Vorstellung der Bilanz: „Bayern insgesamt, von Nord nach Süd, von Ost nach West, ist offensichtlich ein hoch attraktives Reiseland.“ Wichtigster Erfolgsgarant sei dabei, „den Zeitgeist zu erkennen, ohne die Tradition zu vernachlässigen“, findet Aigner. In der Tat ist die Zahl der Urlaubsgäste in allen bayerischen Regierungsbezirken gestiegen – in Schwaben sogar deutlich um 5,1 Prozent auf mehr als 5,6 Millionen Besucher. Damit liegt die Region über dem Bayernschnitt und wird nur noch von Oberbayern übertroffen, das einen Zuwachs von 7,1 Prozent auf mehr als 17 Millionen Gäste verzeichnen konnte. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist der Tourismus in Schwaben mit einem Plus von 55,7 Prozent bayernweit sogar am stärksten gewachsen.

Augsburg liegt im bayerischen Ranking auf Platz 14

Unter den Top-Zwölf-Tourismus-Orten in Bayern befinden sich mit Oberstdorf, Füssen, Oberstaufen und Bad Hindelang gleich vier Ziele im Allgäu. Augsburg liegt hier auf Rang 14. Unangefochtener Spitzenreiter der Bayern-Ziele ist weiter München mit allein fast 15,7 Millionen Gästeübernachtungen in 2017.

Überproportional stark steigt zudem das Interesse ausländischer Touristen an Bayern: Mit insgesamt knapp 9,4 Millionen Besuchern kam fast jeder vierte Reisende aus dem Ausland – ein Plus von stolzen 8,7 Prozent zu 2016. Der stärkste Zuwachs bei ausländischen Gästen kam aus Russland (plus 27,9 Prozent), China (plus 19 Prozent) und den USA (plus 14,4 Prozent).

Insgesamt gaben die Touristen im Freistaat 2017 rund 31 Milliarden Euro aus. „Der Tourismus in Bayern läuft, aber er ist kein Selbstläufer“, warnte Aigner. Die Wirtschaftsministerin will vor allem in die Verbesserung der Qualität von Hotels und Gaststätten und in bessere digitale Angebote investieren. Auch den Natur- und Gesundheitstourismus will Aigner stärker fördern.

Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbandes fordert Unterstützung

Die Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbandes, Angela Inselkammer, verlangte angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung der Tourismus-Industrie für Bayern mehr politische Unterstützung, etwa durch flexiblere Arbeitszeiten oder niedrigere Mehrwertsteuersätze für die Gastronomie. Zudem profitierten vom Urlauber-Boom Luxushotels und Spitzenrestaurants, aber auch Hotelketten und Systemgastronomie besonders stark, während vor allem traditionelle Gasthäuser in ihrer Existenz bedroht seien, warnte Inselkammer: So seien seit dem Jahr 2000 in Bayern rund 3000 Gasthäuser vor allem auf dem Land geschlossen worden, 500 Gemeinden im Freistaat hätten gar kein Wirtshaus mehr.

Der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, Klaus Holetschek, betonte die Bedeutung der Kurorte und Heilbäder für den Tourismus in Bayern, die noch immer für rund ein Viertel der Gästeübernachtungen stehen. Es gebe bei Kurorten aber teilweise auch Rückgänge bei den Gästezahlen – etwa in Bad Wörishofen laut offizieller Statistik ein Minus von 1,8 Prozent.

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