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Schülermedientag

03.05.2019

Bayerns Schüler wissen jetzt, wie man Fake News entlarvt

Beim ersten Schülermedientag haben Redakteure unserer Zeitung Jugendlichen erklärt, wie sie jeden Tag dafür sorgen, dass Fake News in ihrem Medium keine Chance haben. Wir kamen auch mit Schülern des Rudolph-Diesel-Gymnasiums ins Gespräch.

Beim ersten Schülermedientag besuchten Journalisten 200 Schulen. Sie erklärten, wie Zeitungen mit Gerüchten umgehen und wie man Falschnachrichten erkennt.

Es sind die wichtigen Fragen des digitalen Zeitalters: Welchen Informationen kann ich vertrauen? Wie identifiziere ich Fake News in einer Zeit, in der sogar der US-Präsident Donald Trump jeden Tag im Schnitt 23 Lügen verbreitet, wie eine neue Statistik der Washington Post auflistet? Und was unterscheidet einen Journalisten von einem Influencer?

Beim ersten Schülermedientag haben Zeitungsredakteure, Rundfunk- und Fernsehjournalisten Jugendlichen in Bayern diese Fragen beantwortet – und sie erklärten, wie sie jeden Tag gewährleisten, dass Fake News in ihrem Medium keine Chance haben. Mehr als 400 Schulen hatten sich für das gemeinsame Angebot der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und dem Verband Bayerischer Zeitungsverleger beworben. Rund 200 bekamen am Freitag Besuch – am Tag der Pressefreiheit.

Der Schülermedientag fand in Bayern zum ersten Mal statt

Die Diskussionen, die über das gesamte Verbreitungsgebiet unserer Zeitung verteilt stattfanden, lieferten den Schülern ganz praktische Tipps. Die allermeisten sind auf der Plattform Instagram unterwegs. Wie viele gefälschte Fotos dort kursieren, kann oft schon ein Klick auf die „Eigenschaften“ eines Bilds entlarven. So stellte sich etwa eine vermeintliche Kreuzung zwischen Mensch und Katze aus China, deren Bild im Netz zigfach geteilt wurde, als gar nicht lebendig heraus: Es war ein Kunstwerk aus Silikon, geschaffen von einer italienischen Hobbykünstlerin. Die Schüler erfuhren auch, dass Influencer wie die Zwillinge Lisa und Lena oder Dagi Bee, die Millionen Follower haben, mitnichten unabhängig sind. Sie loben vor allem die Produkte und Hersteller, mit denen sie einen Werbevertrag abgeschlossen haben.

Die Rolle der Medien bei Fake News beleuchteten die Journalisten auch – Stichwort Lügenpresse. Damit Fälle wie der des Fälschers Claas Relotius beim „Spiegel“ nicht wieder passieren, fühlen sich sie sich mehr denn je ihren obersten Prinzipien verpflichtet: Seriöse Medien stellen Wahrheit über Aktualität, lassen sich jede Information von zwei unabhängigen Quellen bestätigen und nennen diese Quellen auch – so, wie es der Pressekodex verlangt. Die Schüler wissen das jetzt – und werden in Zukunft ganz genau hinsehen. (AZ)

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