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Glücksspiel

22.01.2020

Bayerns Spielbanken gewinnen wieder

Am Ende gewinnt immer die Bank, heißt ein Sprichwort. Für Bayers Spielbanken galt das jahrelang nicht.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Jahrelang machte der Freistaat Bayern mit seinen Spielbanken Verluste. Das scheint sich nun zu ändern. Doch das große Geld kommt aus anderen Unternehmen.

Tief in ihrem Herzen wissen es selbst hartgesottene Spieler: Am Ende gewinnt immer die Bank. Für die neun staatlichen Spielbanken in Bayern galt das rund zehn Jahre lang nicht. Erst vergangenes Jahr lief es wieder besser. „Wir haben eine Durststrecke hinter uns gebracht, es ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar“, sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Mittwoch im Landtag bei der Vorstellung des jährlichen Berichts über die Beteiligungen des Freistaats.

Spielbanken machen Überschuss von fast neun Millionen Euro

Bei den Spielbanken rechnet der Minister im Jahr 2019 mit einem Jahresüberschuss von acht bis neun Millionen Euro. Im Vorjahr lag der Verlust noch bei 500.000 Euro. Als Gründe für die Trendwende nannte er Investitionen in die Attraktivität des Angebots. Es seien neue Automaten angeschafft und die Gastronomie sei verbessert worden. „Es hat sich gelohnt, dass wir durchgehalten haben“, sagte Füracker.

Das meiste Geld freilich verdient Bayern mit anderen Staatsbetrieben. Zum Stichtag des neuen Berichts (31.12.2018) war der Freistaat an 72 Unternehmen mit mehr als 37.000 Beschäftigen beteiligt – die größten davon sind die Bayerische Landesbank sowie die Flughäfen und Messen in München und Nürnberg. Insgesamt führten die 72 Unternehmen, von denen allerdings nur der kleinere Teil strikt gewinnorientiert arbeitet, in den vergangenen drei Jahren mehr als eine Milliarde Euro an die Staatskasse ab.

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Flughafen Nürnberg bereitet der bayerischen Staatsregierung Sorgen

Die meisten Sorgen bereitet der Staatsregierung derzeit der Flughafen Nürnberg. Dort wird mit dem Rückzug von Ryanair innerhalb kurzer Zeit ein dritter Großkunde wegfallen. Für das Jahr 2019 ist nach Worten Fürackers im operativen Geschäft zwar noch mit einem ausgeglichenen Ergebnis zu rechnen. Die Weiterentwicklung des Airports aber werde davon abhängen, ob neue Kunden gewonnen werden könnten. Die Staatsregierung werde „alles tun, dass das gut weitergeht".

Die Mitglieder des Haushaltsausschusses zeigten sich weitgehend zufrieden mit dem Bericht, kritisierten aber scharf die neue staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim. Was in den 18 Monaten seit ihrer Gründung im Wohnungsbau erreicht worden ist, „sei viel zu wenig“, sagte Ernst Weidenbusch (CSU). Es müsse schneller gearbeitet werden, um das Ziel – 10.000 neue Wohnungen bis 2025 – zu erreichen. Harald Güller (SPD) nahm die Mitarbeiter in Schutz. Dass Wohnungen fehlen liege nicht allein an der BayernHeim, sondern am „jahrelangen Tiefschlaf der Staatsregierung beim Wohnungsbau“.

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