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Bayreuther Festspiele 2016
21.06.2016

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen bei Festspielen in Bayreuth

Angela Merkel und Ehemann Joachim Sauer sind in diesem Jahr nicht bei den Bayreuther Festspielen.
Foto: Tobias Hase (dpa)

Eigentlich geht es ziemlich locker zu bei den Bayreuther Festspielen. Kanzlerin Angela Merkel winkt entspannt, das Volk jubelt ihr zu. In diesem Jahr könnte es anders werden.

Die Bayreuther Festspiele verschärfen ihre Sicherheitsvorkehrungen. Zum ersten Mal müssen Journalisten, die beim Festspielauftakt auf dem Grünen Hügel vom roten Teppich berichten wollen, sich vorher offiziell anmelden. Diese Neuerung gelte "angesichts der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen", hieß es in einer Mitteilung der Stadt Bayreuth vom Dienstag, die auch von der Polizei verbreitet wurde. Weitere Vorkehrungen wie beispielsweise Sicherheitsschleusen sind nach Angaben der Festspiele nicht geplant.

Festspiel-Sprecher Peter Emmerich hatte bereits im April bestätigt, dass es in diesem Jahr ein schärferes Sicherheitskonzept geben soll. "Es ist klar, dass die Sicherheitslage eine andere ist als im vergangenen Jahr - überall. Das gilt für Kulturveranstaltungen genau wie für Sportereignisse", sagte er. "Die Bayreuther Festspiele sind auch aufgrund des internationalen Publikums ein herausragendes Ereignis." 

Kanzlerin Merkel kommt nicht zu Bayreuther Festspielen 2016

Die Festspiele werden am 25. Juli mit Richard Wagners "Parsifal" in einer Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg eröffnet. Seine Interpretation soll einen "religionskritischen Ansatz" verfolgen. Dass es sich dabei explizit um Islamkritik handle, wies Emmerich im April zurück. "Es kann genauso Buddhismus-Kritik oder Kritik am Christentum sein." 

Zur Festspiel-Eröffnung wird traditionell vor allem politische Prominenz erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) - eigentlich Stammgast auf dem Grünen Hügel - hat für dieses Jahr allerdings aus Termingründen abgesagt. dpa/AZ

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