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Erkenntnis

21.07.2010

Beilattacke von Alzenau war möglicherweise Notwehr

Eine Axt.
Bild: dpa

Die blutige Attacke mit einem Beil im Landkreis Aschaffenburg scheint eine Notwehrhandlung gewesen zu sein. Doch das muss nun die Polizei noch abschließend klären.

Der nach einer blutigen Beilattacke vom Montag in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) festgenommene 46- Jährige hat möglicherweise in Notwehr gehandelt.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte die bei dem Angriff schwer verletzte Frau 40 Euro von ihrem Nachbarn gefordert. Im Laufe eines Streits seien die 42- Jährige und ihr Bekannter mit Zaunlatten auf den 46-Jährigen und dessen 14 Jahre alten Sohn losgegangen, berichtete der Würzburger Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt am Mittwoch unter Berufung auf Aussagen des Verdächtigen.

Daraufhin habe der 46-Jährige zu einem Beil gegriffen und den Arm seiner Nachbarin abgetrennt; ihr fünf Jahre jüngerer Bekannten wurden von den Beilhieben ebenfalls verletzt. Der Arm der stark betrunkenen Frau konnte nach Angaben der Polizei in Würzburg vom Mittwoch aber wieder angenäht werden.

Ob sich der 46-Jährige tatsächlich in einer Notwehrsituation befunden habe, wollen Polizei und Staatsanwaltschaft noch klären. Ein Alkoholtest hatte bei der verletzte Frau einen Wert von rund zwei Promille ergeben. Das Ergebnis der Blutuntersuchung ihres Bekannten liegt noch nicht vor. Der 46-Jährige war zum Tatzeitpunkt ebenfalls betrunken. dpa/lby

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