Newsticker
Fast zwei Drittel der Deutschen befürworten allgemeine Corona-Impfpflicht
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Bergunfallstatistik 2015: Mehr Notfälle in den Bergen: Warum aber immer weniger tödlich enden

Bergunfallstatistik 2015
20.09.2016

Mehr Notfälle in den Bergen: Warum aber immer weniger tödlich enden

Es gibt immer mehr Notfälle in den Bergen. (Symbolbild)
Foto: Bayerisches Rotes Kreuz/dpa

Immer häufiger geraten Menschen in den Bergen in Not. Gleichzeitig verunglücken weniger Bergsteiger und Wanderer tödlich - vor allem aus einem Grund.

Die Zahl der Notfälle in den Bergen ist seit den 1990er Jahren gestiegen. Wie die Bergunfallstatistik 2015 des Deutschen Alpenvereins (DAV) zeigt, brauchten im vergangenen Jahr knapp 1100 Mitglieder weltweit Hilfe - eine hohe Zahl, die sich seit Jahren hält.

Die Bergwacht Bayern verzeichnete im vergangenen Jahr rund 8150 Einsätze, nur im Jahr 2013 gab es noch mehr Notfälle. "Die Einsätze werden mehr - insbesondere im Sommer", sagte Bergwachtsprecher Roland Ampenberger.

Bergunfallstatistik: Notfälle in den Bergen in zehn Jahren deutlich gestiegen

Binnen zehn Jahren stiegen die Unfallzahlen im Sommer in den bayerischen Bergen von gut 1500 auf mehr als 2500 an. Zum einen seien mehr Menschen in den Bergen unterwegs, zum anderen gebe es immer mehr ausdifferenzierte Sportarten vom Wandern über Canyoning und Mountainbiken bis zum Klettersteiggehen.

Außerdem sorge der Klimawandel dafür, dass Sommersportarten länger möglich seien. Auch die Verfügbarkeit im Internet könne zu leichtsinniger Planung verführen. Aber: "Bergsteigen ist kein Videospiel"

Bergsteiger in Not rufen häufiger mit dem Handy Hilfe

Es ist aber das Risiko gesunken, tatsächlich schwer zu verunglücken. Das hat vor allem einen Grund: Die Menschen alarmieren die Retter immer öfter frühzeitig per Handy, bevor sich tatsächlich ein schwerer Unfall ereigne, sagte Christoph Hummel von der DAV-Sicherheitsforschung. Rund 80 Prozent aller Notrufe gingen per Mobiltelefon ein. In den Jahren 2002 und 2003 waren es nur 56 Prozent. dpa, lby

Die Diskussion ist geschlossen.