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Wasserski

23.07.2010

Beste Wakeboarder treffen sich in Thannhausen

In Thannhausen steht einer der größten Wakeboad-Anlagen Europas. Am Wochenende treffen sich die besten deutschen Wakeboarder. Von Patrick Gilg

Es erinnert irgendwie an einen Snowboard-Park. Viele junge Leute, bunte Klamotten, für die Sportler einige Rampen und Rails, um sich auszutoben. Der einzige Unterschied: Es ist nicht kalt. Im Gegenteil: Es ist heiß. Sehr heiß. Knapp 30 Grad bringt das Thermometer beim Turncable Wakeboard Park in Thannhausen auf die Skala. Und die meist jungen Leute sind auch nicht in Skihose und Anorak eingewickelt. Nein, sie rekeln sich in knappen Bikinis und Badeshorts.

Kein Wunder, geht es hier auch nicht um Snowboarden, sondern vielmehr um Wakeboarden - einer der vielen Trendsportarten, die aus den USA nach Europa rüberschwappten und sich hier immer größer werdender Beliebtheit erfreuen.

Was freilich Tag für Tag in Thannhausen abgeht, ist mehr als nur Beliebtheit. Das ist ein Boom. Hunderte von Menschen rekeln sich an schönen Tagen am See. Ein Teil nur, um die gemütliche Atmosphäre in der Strandbar zu genießen. Wiederum andere eben, um sich auf einem der drei Parcours auszutoben. Die Hebler an den Liften sind im Dauereinsatz.

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Das Turncable hat sich innerhalb von zwei Jahren zu einem echten Insidertreff gemausert: "Das Publikum kommt aus ganz Süddeutschland", sagt Bernhard Scholz. Er untertreibt. Geht man auf dem Parkplatz spazieren, sieht man auch Kennzeichen aus der Schweiz, Frankreich oder Österreich: "Wir haben uns mittlerweile einen Namen gemacht", so Scholz. Der Marketingmann bei Turncable sagt das nicht ohne Stolz: "Eine solche Anlage ist auf der Welt einzigartig." Nicht ganz, gibt er auf Nachfrage zu. Denn in Detroit wurde die Thannhauser Anlage nun original nachgebaut - ein größeres Kompliment kann es für ein Unternehmen wohl nicht geben.

Wohl genau deswegen ist am kommenden Samstag auch die Telekom Local Support Wakeboard Challenge zu Gast in Mittelschwaben. Die besten Wakeboarder Deutschlands werden dann auf der Thannhauser Anlage ihr Können unter Beweis stellen. Insgesamt 36 Teams (bestehend aus zwei Fahrern) haben sich für den Wettbewerb gemeldet, zwölf Profi- und 24 Amateurteams: "Gerade das macht den Reiz dieser Veranstaltung aus", sagt Scholz. "Hier treten absolute Profis gegen Freizeitfahrer an. Spaß trifft auf Professionalität."

Dabei geht es um sehr viel. Der Gewinner qualifiziert sich automatisch für die Telekom Extreme Playgrounds Ende August in Hamburg. Nebenbei gibt es auch eine neue Rampe zu gewinnen, die das Gewinnerteam in seiner Heimanlage aufstellen kann. Ansporn genug, um am Samstag alles zu geben: "Wir werden sehr guten Sport sehen", ist Bernhard Scholz überzeugt: "Hohe Sprünge, schwierige skills. Die Jungs werden sich Mühe geben."

Dabei geht es beim Wakeboarden um mehr als nur Wettkampf. "Es ist ein Lebensgefühl: Klar, da ist die sportliche Herausforderung als Bindeglied", sagt Scholz. "Aber es geht auch um diesen gewissen Spirit. Dieses Gefühl von Freiheit." Von Patrick Gilg

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