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München überschreitet Corona-Grenzwert
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Vorbildlich

01.07.2010

Bestnoten für Bayerns Badeseen

Der Auensee bei Königsbrunn.
Bild: Hermann Schmid

Die aktuellen Temperaturen schreien geradezu nach einem Sprung ins kühle Nass. Seit Donnerstag steht fest: Die Abkühlung in bayerischen Badessen ist völlig unbedenklich.

Denn: Für Bayerns Badeseen gibt es wieder Bestnoten. Wie Umweltminister Markus Söder (CSU) am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte, ist die Wasserqualität in fast jedem Badegewässer im Freistaat gut oder sogar ausgezeichnet.

Insgesamt 1093 Proben seien den 375 in Bayern offiziell als EU-Badestellen ausgewiesenen Gewässern in diesem Jahr entnommen worden. 99 Prozent davon konnten nach Angaben Söders eine gute oder ausgezeichnete mikrobiologische Qualität vorweisen.

Auch im vergangenen Jahr habe der bayerische Wert bei 99 Prozent gelegen - der europaweite Schnitt lag laut Söder mit 89,4 Prozent um zehn Prozentpunkte darunter.

Bestnoten für Bayerns Badeseen

Ausgezeichnetes Wasser hat etwa der Starnberger See an mehreren seiner Badeplätze. Das gleiche gilt für Chiemsee, Tegernsee und den bayerischen Teil des Bodensees. Der Große Brombachsee in Mittelfranken brachte es bei der aktuellsten Messung am Badestrand Enderndorf auf die zweitbeste Bewertung "gut".

Das Gesundheitsministerium hat einen Faltplan herausgegeben, auf dem alle kontrollierten Badestellen in Bayern aufgelistet sind. Insgesamt 375 Naturseen, Baggerseen und Weiher im Freistaat sind offiziell nach EU-Kriterien als Badegewässer ausgewiesen. An jedem dieser Badeplätze nehmen die Gesundheitsämter vor Ort in der Saison von Mai bis Mitte September Proben - insgesamt bringen sie es pro Jahr auf rund 5000.

Auch wenn die Wasserqualität in Bayern hoch ist - ein Restrisiko gibt es immer. Nach Angaben des Ministeriums schluckt ein Schwimmer im Schnitt rund 50 Milliliter Wasser. Bei Kindern, die im Wasser spielen, kann es auch um ein Vielfaches mehr sein.

Dadurch können unter Umständen Bakterien, die Magen-Darm-Erkrankungen auslösen, oder Viren wie das Hepatitis-A-Virus in den Körper gelangen. Diese Krankheitserreger gelangen nach Angaben des Ministeriums vor allem über Abwässer oder landwirtschaftliche Abfälle in die Badeseen. AZ, lby

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