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Kriminalität

15.01.2015

Betrüger schlagen wieder zu: Erneut Anrufe von falschen Polizisten

Immer wieder kommt es in ganz Bayern zu Fällen von Telefonbetrug. Die Polizei bittet Betroffene, solche Vorkommnisse sofort zu melden.
Bild: Symbolbild, Ralf Lienert

Ein angeblicher Polizist hat bei vier Mühldorferinnen angerufen. Am Telefon wollte er den Frauen Genaueres über deren Wertgegenstände entlocken.

Die Betrugsmasche ist immer dieselbe: Ein Anrufer gibt vor, Polizeibeamter zu sein und berichtet von einer Straftat. Insgesamt vier Mühldorferinnen im Alter zwischen 58 und 77 Jahren erhielten betrügerische Anrufe von einem unbekannten Täter, der sich als Beamter der Kriminalpolizei Mühldorf ausgab.

Den Bürgerinnen erzählte der vermeintliche Polizist am Telefon, dass bei der Festnahme eines Täters angeblich eine Namensliste mit möglichen Einbruchsopfern aufgefunden worden sei. Auch die angerufene Geschädigte sei darauf genannt.

Die Dunkelziffer liegt wohl viel höher

Ziemlich schnell offenbart der falsche Polizist allerdings den wahren Grund des Anrufes. Immer hartnäckiger fragt er nach Bargeld, Schmuck, Gold oder anderen Wertgegenständen im Haushalt. Bei den Telefonaten am Mittwoch reagierten die Frauen prompt und beendeten jeweils das Gespräch.  Zu einer konkreten Forderung des Anrufers kam es daher nicht. Er spreche hochdeutsch mit leichtem Akzent, sagten die Geschädigten laut Polizeiangaben.

Bei der Dunkelziffer solcher Versuche dürfte es sich um eine wesentlich höhere Anzahl handeln als nur um vier Mühldorferinnen. Viele Angerufene legen nämlich einfach wieder auf, ohne die Polizei zu verständigen.

Doch gerade um diese Verständigung bittet die Polizei ausdrücklich. Erst im März letzten Jahres konnten Geldabholer festgenommen werden, weil sich ein Opfer nach einem Anruf sofort mit der Polizei in Verbindung gesetzt hatte. Darum bittet die Polizei um die sofortige Verständigung - auch über den Notruf 110. AZ

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