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Bürgerentscheid
21.11.2007

Die Augsburger entscheiden über den Königsplatz

Foto: Silvio Wyszengrad

Der Königsplatz liegt den Augsburgern am Herzen, im Bürgerentscheid am Sonntag sind auch viele Emotionen im Spiel. Es geht um die Umbaupläne, wir erklären die Positionen. Von Michael Hörmann

Von Michael Hörmann

Augsburg. Der Königsplatz liegt den Augsburgern am Herzen, viele Emotionen hängen an dem zentralen Verkehrsknoten in der Stadtmitte. Zehntausende nutzen täglich das Umsteigedreieck für Busse und Straßenbahnen. Am kommenden Sonntag sind 193 000 Augsburger aufgerufen, über die Zukunft des Kö, wie er liebevoll genannt wird, zu entscheiden. Es gibt einen Bürgerentscheid - den dritten in der Geschichte der Stadt.

Hintergrund sind Umbaupläne für den Kö. Weil das Nahverkehrsnetz ausgebaut wird, soll eine zusätzliche Tramlinie über den Königsplatz geführt werden. Eingebunden ist der Kö-Umbau in das Jahrhundert-Projekt Mobilitätsdrehscheibe, das auch den Umbau des Hauptbahnhofes vorsieht. 214 Millionen Euro soll die Mobilitätsdrehscheibe insgesamt kosten. Von Bund und Freistaat sind 156 Millionen an Zuschüssen versprochen.

Beim Kö-Umbau wird bislang lediglich auf Belange des Nahverkehrs Rücksicht genommen. Die Gegner der Pläne vermissen Verbesserungen für andere Verkehrsteilnehmer. Sie fordern ein Gesamtkonzept.

Alt-OB bricht sein Schweigen

Spannend ist der Bürgerentscheid, weil es nur noch drei Monate bis zur Kommunalwahl sind. Der im Rathaus regierende Regenbogen (SPD und Grüne) ist für den schnellen Umbau des Kö, die CSU lehnt dieses Vorgehen ab. Interessant ist eine Personalie: Alt-OB Hans Breuer (SPD) hatte nach seinem Abschied aus dem Rathaus 17 Jahre lang zu tagespolitischen Entwicklungen geschwiegen. Zum Bürgerentscheid hat Breuer, der hohes Ansehen genießt, sein Schweigen gebrochen: Er stützt den Kurs der Stadtregierung. Gestern legte sich auch die IHK fest. Sie sagt ebenfalls Nein.

Damit der Bürgerentscheid aus Sicht der Initiatoren positiv ausgeht, müssen mindestens zehn Prozent der Stimmberechtigten mit Ja stimmen. Er ist auch dann verloren, wenn die Zahl der Nein-Stimmen am Ende höher liegt.

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