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CSU
31.08.2007

"Der lange Abschied war richtig"

Foto: Fred Schöllhorn

Am Dienstag hat Markus Söder mit Ministerpräsident Edmund Stoiber eine Ausstellung über die CSU-Generalsekretäre eröffnet. Fest steht: Der eine (Stoiber) war zwischen 1978 und 1983 "General" und verschaffte sich seinerzeit als "blondes Fallbeil" Respekt. Auf der politischen Karriereleiter ging es für den scheidenden Regierungs- und Parteichef danach weiter steil nach oben.

Fest steht noch nicht, welcher Posten auf den anderen (Söder) im Oktober wartet. "Ich habe den Generalsekretär vier Jahre gemacht und war sehr eng an Stoiber angebunden", sagt der Franke beim Gespräch in unserer Augsburger Zentralredaktion. Festlegen auf ein möglicherweise angestrebtes Amt will sich der 40-Jährige aber nicht, schon gar nicht öffentlich. Nur so viel lässt er sich entlocken: "Ich arbeite an der Stelle, an die die Partei mich setzt."

Vier Wochen vor dem CSU-Parteitag in München sieht Söder seine Partei in einer "gelassenen" Stimmung. "Die CSU geht damit vernünftig um", sagt er über die Bewerbung der Fürther Landrätin Gabriele Pauli für den Vorsitz - und über die Turbulenzen zwischen Wirtschaftsminister Erwin Huber und Bundesagrarminister Horst Seehofer, die ebenfalls den geschassten Stoiber beerben wollen.

Im Rückblick habe sich der acht Monate lange Abschied Stoibers - zwischen dem angekündigten Rücktritt und der bevorstehenden Neuwahl der Nachfolger - als richtig erwiesen. "Das ermöglicht uns einen geordneten Übergang. Das war wichtig für die CSU."

Klar sind - zitiert Söder den künftigen Ministerpräsidenten Günther Beckstein - bislang drei Personalien in der Nach-Stoiber-Ära: Huber wird im Kabinett sitzen, Pauli nicht. Und: Es gibt einen neuen Innenminister. Neben dem Stühlerücken ist es Markus Söder wichtig, mit wertkonservativer Politik die Stammwähler wieder stärker anzusprechen.

Die CSU müsse weiterhin bei der Inneren Sicherheit, in der Bildungs-, Familien- und Umweltpolitik (Stichwort: Klimaschutz durch technische Innovation) ihren Standpunkt deutlich, vielleicht noch deutlicher machen.

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