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20.05.2005

CSU-Fraktionskreise: Hohlmeier soll sich eine Auszeit nehmen

München (dpa/lby) - Ex-Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) muss bis zu einem möglichen politischen Comeback im Landtag eine Auszeit nehmen. Ambitionen auf einen Sitz im begehrten Haushaltsausschuss des Landtags werden in der CSU-Fraktion zumindestens für die nächsten Monate keine Chancen eingeräumt. Es wäre klug, wenn sich Monika Hohlmeier in der Parlamentsarbeit eine gewisse Zurückhaltung auferlegen würde, heißt es in Fraktionskreisen.

Solange der Hohlmeier-Untersuchungsausschuss seine Arbeit nicht abgeschlossen habe, sei es sinnvoll, dass sich Hohlmeier in der parlamentarischen Arbeit zurückhalte, hieß es. Zudem sei es unüblich, dass ehemalige Regierungsmitglieder unmittelbar nach ihrem Ausscheiden aus dem Kabinett eine prominente Rolle in einem Ausschuss übernähmen. Als Beispiel wird Ex-Sozialministerin Barbara Stamm genannt.

Stamm behielt nach ihrem Sturz im Zuge der BSE-Krise im Jahr 2001 ihr Landtagsmandat, hatte sich aber bis zu ihrer Wahl zur Landtags-Vizepräsidentin zwei Jahre später bei der Ausschussarbeit im Parlament zurückgehalten.

Der Hohlmeier-Untersuchungsausschuss wird aller Voraussicht nach erst gegen Jahresende seine Arbeit abschließen. Die über die Münchner Wahlfälschungsaffäre gestürzte Strauß-Tochter hatte sich nach Angaben informierter Kreise Hoffnungen auf einen Sitz bei den Haushältern gemacht - dem beliebtesten Ausschuss im Landtag. Dort ist momentan ein Sitz frei. Hohlmeier selbst hatte sich in den vergangenen Wochen bedeckt gehalten und erklärt, sie warte auf ein Signal des Fraktionsvorsitzenden Joachim Herrmann.

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