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16.02.2007

CSU-Knatsch: Seehofer geht auf Söder los

Mit ihm hatte es die CDU schwer: CSU-Gesundheitsexperte Horst Seehofer.
Foto: DPA

Der Streit in der CSU eskaliert: CSU-Vize Horst Seehofer greift Generalsekretär Markus Söder scharf an und sieht sich als Opfer einer parteiinternen Kampagne.Söder weist Vorwürfe zurückCSU kontert Kritik des KardinalsKommentar: Politiker als Vorbild  Diskutieren Sie im Forum

Berlin/München (dpa/AZ) -  Der Streit in der CSU eskaliert: CSU-Vize Horst Seehofer greift Generalsekretär Markus Söder scharf an und sieht sich als Opfer einer parteiinternen Kampagne.

"Markus Söder hat sich doch für einen fairen Wettbewerb ausgesprochen. Da sollte er als Generalsekretär mit gutem Beispiel vorangehen", mahnte Seehofer in der "Rheinischen Post". "Einfach anonym zu sagen, 'Seehofer hat echte Gegner aus dem Bereich der Wirtschaftspolitik', ohne auch nur einen einzigen Namen zu nennen, das hat mit Fairness nichts zu tun." Söder hatte sich im Streit um den Parteivorsitz auf die Seite von Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber gestellt und erklärt, Seehofer habe in der Partei echte Gegner.

Seehofer sieht sich nach Berichten über sein Privatleben als Opfer einer parteiinternen Kampagne. "Nach allem, was mir an Informationen vorliegt, wollen bestimmte Leute mich als Person und Politiker beschädigen. Dies ist erstmals erkennbar geworden, als ich mein Interesse am CSU-Vorsitz angemeldet habe", sagte Seehofer dem "Münchner Merkur" (Freitag). "Das ist keine Medienkampagne, sondern sie wird von bestimmten Leuten gespeist."

Der Bundesagrarminister bewirbt sich ebenso wie Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber um das Amt des CSU- Parteivorsitzenden. Vor einem Monat waren in den Medien erstmals Berichte über eine außereheliche Affäre Seehofers aufgetaucht.

Die Kritik des Kölner Kardinals Joachim Meisner an seinem Privatleben will Seehofer indes nicht kommentieren. "Ich habe meine Glaubensüberzeugung und behalte sie, das ist für mich der Kompass", sagte der praktizierende Katholik.

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