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Bayern-Monitor

16.01.2018

CSU klettert in Umfrage nach oben, bleibt aber unter 40 Prozent

Der bayerische Finanzminister und baldige Ministerpräsident Markus Söder geht in seinen ersten Landtagswahlkampf als Spitzenkandidat.
Bild: Nicolas Armer, dpa

Die CSU kann Prozente dazu gewinnen. Um alleine zu regieren, reicht es aktuell trotzdem nicht. Und: Ein Großteil der Bayern bezeichnet sich selbst nicht als "konservativ".

Den Führungsstreit beendet, die Flüchtlingsobergrenze in den Sondierungen mit der SPD platziert: Für die CSU hat das neue Jahr gut begonnen. Und auch in der Gunst der Wähler steigen die Christsozialen wieder – wenngleich die Partei von früheren Werten weit entfernt ist. Wäre am Sonntag Landtagswahl, würden 39,9 Prozent für die CSU stimmen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Zeitung ergeben.

Auch wenn die CSU ein Dreivierteljahr vor der Landtagswahl nicht an die 47,7 Prozent der Wahl 2013 herankommt, so ist das Ergebnis doch eine Verbesserung zum letzten Bayern-Monitor Mitte Dezember. Damals war die CSU in unserer Umfrage lediglich auf 36,7 Prozent gekommen. Einen Koalitionspartner bräuchte die Partei wohl dennoch. Infrage kämen – rein rechnerisch – SPD (14,8 Prozent), Grüne (11,4), Freie Wähler (7,6) und AfD (13,1). Eine Koalition mit der FDP (5,8) hätte derzeit wohl nicht die notwendige Mehrheit.

Inhaltlich scheint die CSU auf das richtige Thema zu setzen: In unserer Bayern-Monitor-Umfrage erklären 30,8 Prozent, der Zuzug von Ausländern sei für sie aktuell das wichtigste Thema. Im Herbst hatte noch der Schutz vor Kriminalität und Terror vorne gelegen (nun 24,6 Prozent).

Alexander Dobrindts Forderung nach einer bürgerlich-konservativen Wende erhält dagegen ein gemischtes Echo. Laut einer Civey-Umfrage sehen 47,5 Prozent die Forderung positiv, während 40,3 Prozent ihr ablehnend gegenüberstehen. Ein Ergebnis, das ein wenig im Widerspruch zur Selbsteinschätzung der Bayern steht: Denn 41,2 Prozent der Bevölkerung im Freistaat würden sich als „liberal“ beschreiben, nur 29,9 Prozent halten sich selbst für „konservativ“.

Bei Civey-Umfragen zählen allein die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben haben. Jeder kann einmal abstimmen, die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die „Sonntagsfrage“ wurden die Antworten von 5040 Teilnehmern aus Bayern vom 6. bis 16. Januar 2018 berücksichtigt. Für die Frage nach dem derzeit wichtigsten Thema berücksichtigte Civey die Antworten von 5089 Teilnehmern aus Bayern vom 21. November 2017 bis 16. Januar 2018. Für die Dobrindt-Frage berücksichtigte Civey die Antworten von 5047 Teilnehmern aus Bayern vom 5. bis 16. Januar 2018, für die Frage nach der eigenen Wertehaltung die Antworten von 5501 bayerischen Teilnehmern vom 16. Dezember 2017 bis 16. Januar 2018.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. Mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr untersuchen wir in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey in vier Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Die Ergebnisse werden regelmäßig in unserer Zeitung und in unserem Online-Portal veröffentlicht. Zusätzlich zu den vier dauerhaft laufenden Umfragen befragen wir Sie in einzelnen Umfragen zu aktuellen Themen - wie zur Frage, ob Seehofer und Söder gut zusammenarbeiten werden. Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:

Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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