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01.06.2017

CSU steuert auf 48 Prozent zu

Warum es dennoch Kritik an Horst Seehofer gibt

Die CSU steuert bei der Bundestagswahl im September auf ein ähnliches Ergebnis zu wie vor vier Jahren. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CSU nach einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins „Kontrovers“ auf 48 Prozent der Stimmen. Bei der Bundestagswahl 2013 erhielt die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer 49,3 Prozent.

Die SPD käme in Bayern auf 18 Prozent – eine Steigerung nach dem historischen Tiefstand von 14 Prozent bei der BR-Umfrage im Januar. Besonders deutlich zulegen könnte vor allem die FDP, die sich von vier Prozent im Januar auf zehn Prozent steigert. Die AfD würde sieben Prozent erhalten – nach zehn Prozent bei der Januar-Umfrage. Die Grünen kämen auf acht Prozent, die Linke auf vier. CSU-Chef Horst Seehofer warnte seine Partei und die Union aber vor Siegesgewissheit. Die Umfrage sei „für den Augenblick schön – aber eben auch nur für den Augenblick“, sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, gab mit Blick auf die Umfrage ein zweistelliges Ergebnis als Ziel für die Bundestagswahl an. „Dafür werden wir in den nächsten Wochen kämpfen“, sagte Schulze.

Seehofers Rücktritt vom Rücktritt mit Blick auf die Landtagswahl 2018 wird in der BR-Umfrage kritisch gesehen. Nur 46 Prozent der Wahlberechtigten begrüßen seine Entscheidung, erneut als Ministerpräsident anzutreten, 48 Prozent begrüßen das nicht. Auch unter den CSU-Anhängern gehen 37 Prozent der Befragten auf Distanz zu Seehofers Plänen.

Deutlich besser fällt das Urteil der Befragten über Angela Merkel (CDU) aus. Die Bundeskanzlerin ist in Bayern nicht nur bei Anhängern des Unionspartner CSU sehr beliebt. Auch bei Anhängern der FDP (73 Prozent) und den Grünen (54 Prozent) erhält sie hohe Zustimmungswerte. Insgesamt sprechen sich 57 Prozent der Befragten für eine vierte Amtszeit Merkels aus. Zwei Drittel der Befragten aus Bayern werfen Merkel zwar Fehler in der Flüchtlingskrise vor. Dennoch sagten 71 Prozent der Bayern, dass Merkel dafür sorge, „dass es uns in einer unruhigen Welt gut geht“. Nur jeder Fünfte sprach sich derweil für SPD-Chef und Herausforderer Martin Schulz als Kanzler aus. 70 Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat signalisierten, nicht genau zu wissen, welche zentralen Ziele Schulz im Falle eines Wahlsieges realisieren möchte. Unter den SPD-Anhängern ist es immerhin fast jeder Zweite (44 Prozent). (dpa)

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