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München

24.01.2019

Charlotte Knobloch wird nach AfD-Eklat im Landtag bedroht

Die Präsidentin der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, kritisierte die AfD im bayerischen Landtag
Bild: Peter Kneffel, dpa

Exklusiv Während einer Gedenkveranstaltung im Landtag hatte Charlotte Knobloch die AfD attackiert. Mehrere Parteimitglieder verließen daraufhin den Saal.

Nach dem Eklat mit der AfD im bayerischen Landtag beim Gedenken an NS-Opfer ist die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden Charlotte Knobloch nach eigenen Angaben Ziel massiver Bedrohungen. „Seitdem erreichen mich beinahe im Minutentakt wüste Beschimpfungen, Drohungen und Beleidigungen per E-Mail und Telefon“, sagte Knobloch unserer Redaktion. „Die Gefahr, die von der Partei und ihren Anhängern für unsere freiheitliche Demokratie ausgeht, wird so überdeutlich und zeigt nur noch mehr, dass die Demokraten in unserem Land gegen sie zusammenstehen müssen“, bekräftigte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München ihre Kritik an der AfD.

Charlotte Knobloch hatte die AfD kritisiert

Knobloch hatte die AfD bei einem Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus des Bayerischen Landtags als verfassungsfeindlich kritisiert. Daraufhin verließ der Großteil der AfD-Fraktion noch während Knoblochs Rede unter Protest den Plenarsaal. „Dass die AfD auch den Bayerischen Landtag für eine Selbstinszenierung nutzen würde, wusste ich“, sagte Knobloch unserer Redaktion. „Den Eklat hatte ich in dieser Form dennoch nicht erwartet“, fügte sie hinzu.

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