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Corona-Krise
17.11.2021

Kein Intensivbett frei: Corona-Patient aus Bayern nach Südtirol verlegt

Die Betten auf zahlreichen Intensivstationen in Bayern sind belegt. Deshalb müssen Patienten immer öfter in andere Kliniken verlegt werden.
Foto: Bodo Schackow, dpa

Ein Corona-Patient ist von Freising nach Meran verlegt worden, da in der Klinik kein Intensivbett mehr frei war. Die Feuerwehr begleitete den Transport.

Viele Intensivstationen in Bayern sind aufgrund der aktuellen Corona-Lage so stark ausgelastet, dass immer wieder Patienten in andere Kliniken verlegt werden müssen. Meistens ist dabei ein Krankenhaus in der näheren Umgebung Anlaufstelle. Doch nun wurde ein Corona-Patient von Oberbayern über zwei Landesgrenzen hinweg nach Südtirol verlegt. Genauer gesagt von Freising nach Meran, berichtete der Münchner Merkur.

Auf der rund 350 Kilometer langen Fahrt war neben dem Rettungsdienst sogar die Freiwillige Feuerwehr Moosburg im Einsatz. Grund dafür war, dass der Krankenwagen, in dem der Covid-Patient transportiert wurde, nicht genug Sauerstoff für die lange Fahrt lagern konnte. Zwei Feuerwehrleute begleiteten deshalb den Transport mit einem weiteren Fahrzeug.

Krankenhäuser in Bayern überlastet: Mit Blaulicht nach Italien

Die Rettungs- und Feuerwehrwagen machten sich laut Merkur am frühen Morgen mit Blaulicht auf den Weg nach Italien, um die Fahrt so kurz wie möglich zu gestalten. Der Konvoi musste auf der Fahrt dennoch mehrere Pausen einlegen, wie Feuerwehr-Pressesprecher Thomas Rödl dem Merkur erzählte: „In regelmäßigen Abständen mussten die Behältnisse für den medizinischen Sauerstoff im Rettungstransportwagen ausgetauscht werden. Hierbei galt größte Vorsicht, da die befüllten medizinischen Sauerstoff-Flaschen unter Druck standen.“ Gleichzeitig musste aber auch der Corona-Patient stetig weiter beatmet werden.

Immerhin blieb den Rettungskräften und Feuerwehrleuten erspart, sich auf dem Hinweg um die Vignette für österreichische Autobahnen zu kümmern. Stattdessen habe man den Krankentransport an der Grenze angemeldet und somit keine Maut zahlen müssen. Auf der Rückfahrt habe man dann aber bezahlt. Nach über zwölf Stunden Fahrt waren die Einsatzkräfte wieder zurück. (AZ)

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