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Corona-Krise
15.03.2020

Schüler in Bayern sollen jetzt am Fernseher lernen

Fünf Wochen sind alle Schulen Bayerns geschlossen. Schüler können sich selbst über TV und Internet unterrichten.
Foto: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Für fünf Wochen sind die Schulen in Bayern wegen des Coronavirus dicht. Wie Eltern ihre Kinder jetzt unterstützen können.

Ab sofort fällt in Bayern wegen der Coronagefahr die Schule aus. Seit Sonntag ist bekannt, dass die Schüler in den kommenden Wochen auch übers Fernsehen lernen sollen.

Zur eigentlichen Schulzeit am Vormittag laufen ab diesem Montag auf dem Sender ARD-alpha Lernsendungen, wie das Kultusministerium mitteilt. Zwischen 9 und 12 Uhr überträgt der Bildungskanal ausgewählte Lehrplaninhalte unter dem Titel "Schule daheim".

Mathematik, Geografie, Biologie, Sozialkunde oder Geschichte: Lerninhalte würden "breit gefächert angeboten", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. "Die Programmierung stellt sicher, dass für jede Jahrgangsstufe in Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und anderen weiterführenden Schularten zumindest einmal täglich jede Fächergruppe berücksichtigt wird" – also Naturwissenschaften, geisteswissenschaften und Sprachen.

Schulstoff aller Jahrgangsstufen gibt's über TV-Sender ARD-alpha und Online bei BR und mebis

Außerdem können Schüler und Eltern die Lernsendungen rund um die Uhr in der Online-Mediathek des Bayerischen Rundfunks ansehen. Parallel dazu soll der Stoff auch auf der bayernweiten Lernplattform mebis freigeschaltet werden. Diese können Lehrer generell nutzen, um immer neue Arbeitsmaterialien hochzuladen und den Schülern auch Feedback zu geben.

Darüber hinaus suchen sich die Schulen in Bayern eigene Wege, damit Schüler etwas lernen, auch wenn die Klassenräume gesperrt sind. Für vorerst fünf Wochen ist der Unterricht an allen Häusern eingestellt. Nach Informationen unserer Redaktion spannen gerade Grundschulen auch die Eltern als "Ersatzlehrer" ein. Die Lehrer haben Lernpläne zumindest für die nächsten Tage erstellt, von denen Eltern jeden Tag eine oder mehrere Aufgaben mit ihrem Kind durchgehen sollen.

Lehrer im Freistaat haben in den nächsten Wochen übrigens nicht frei. Für sie gilt die Dienstpflicht. Schüler sollen sich darauf verlassen können, dass sie per Telefon oder E-Mail Kontakt zu Lehrern halten können.

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