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Coronavirus in Bayern

27.08.2020

Corona-Zahlen steigen vielerorts: Drohen lokale Lockdowns?

In vielen bayerischen Städten soll ein Alkoholverbot kommen.
Bild: Patrick Seeger, dpa

Plus In immer mehr Kommunen droht, dass Grenzwerte überschritten werden. Auch Augsburg steht kurz davor. Mit welchen Einschränkungen die Behörden jetzt reagieren.

Die Stadt Augsburg will auf die steigenden Corona-Zahlen reagieren, das öffentliche Leben soll aber so weit wie möglich aufrecht erhalten bleiben. Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber ( CSU) geht davon aus, dass der Corona-Warnwert in der Stadt Augsburg in den nächsten Tagen überschritten wird. Ab einem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen muss eine Stadt oder ein Kreis zusätzliche Maßnahmen prüfen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Auch in anderen Städten in Bayern steigt die Zahl der Infizierten an.

Coronavirus in Bayern: Reiserückkehrer als großes Problem

Aktuell liegt der entscheidende Wert in Augsburg bei rund 33. Mit einem kompletten Lockdown rechnet Oberbürgermeisterin Weber aber nicht. Sie sagt, die Stadt werde mit möglichst passgenauen Maßnahmen reagieren. Möglich seien etwa eine Einschränkung der erlaubten Besucherzahl bei privaten Feiern, eine Maskenpflicht an besonders belebten Orten oder ein Alkoholverbot an bestimmten Plätzen. Zudem soll der städtische Ordnungsdienst Verstöße gegen die Corona-Regeln nun strikter ahnden.

 

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Auch Ingolstadt kratzt am bayernweiten Grenzwert. Aktuell liegt der Wert in der Stadt bei etwa 32 Fällen. Dass es zu einem lokalen Lockdown kommen könnte, halten die Verantwortlichen bei der Stadt für unwahrscheinlich. Die negative Entwicklung der Fallzahlen würde derzeit zu 95 Prozent mit Reiserückkehrern zusammenhängen, erklärte der städtische Gesundheitsreferent Rupert Ebner: „Die Positiven kommen nicht aus Ingolstadt, sondern reisen in unsere Stadt ein. Was also soll man da machen?“ Das Hauptaugenmerk liege darauf, die positiv getesteten Reiserückkehrer zu erfassen und die Einhaltung der Quarantäne zu überwachen.

In Ulm sind die Zahlen der Corona-Infizierten ebenfalls hoch, dort wurde bereits Anfang der Woche die Vorwarnstufe überschritten. Konkrete Maßnahmen, wie die Stadt mit dem Infektionsgeschehen umgehen will, sind aber noch nicht bekannt. In Rosenheim dagegen, wo der kritische Wert auch bereits überschritten war, gelten unter anderem stärkere Einschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit.

 

Auch München, Bamberg und Nürnberg planen Alkoholverbote wegen Corona

Die Stadt München hat vor dem Hintergrund steigender Corona-Fälle ein Alkoholverbot für den öffentlichen Raum angekündigt. Auch andere bayerische Städte wie Bamberg und Nürnberg haben coronabedingte Alkoholverbote erlassen, sagt Manfred Riederle, stellvertretender Geschäftsführer des Bayerischen Städtetages. Man stehe im ständigen Austausch mit den Städten. Aber es sei sehr wichtig, dass „konkrete Maßnahmen immer auf die individuelle Situation vor Ort passgenau zugeschnitten und mit den örtlichen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden abgestimmt sein“ müssen.

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