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Coronavirus

11.02.2020

Coronavirus-Patienten in Bayern müssen weiter in Quarantäne bleiben

In Bayern sind derzeit zwölf Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Lage scheint unter Kontrolle zu sein, die ersten Kontaktpersonen dürfen die Isolation verlassen.
Bild: Boris Roessler, dpa

Die ersten Kontaktpersonen dürfen ihre Wohnungen verlassen. Wie es dem ersten Coronavirus-Patienten aus dem Landkreis Landsberg inzwischen geht.

Dem 33-Jährigen aus dem Landkreis Landsberg, der als Erster in Deutschland auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, geht es gut. Wie das Landratsamt Landsberg mitteilt, ist der Mann aus Kaufering wohlauf. Allerdings wird er weiterhin positiv auf den Erreger getestet, weshalb er die Isolierstation der München Klinik in Schwabing noch nicht verlassen darf. Für acht weitere Personen aus dem näheren Umfeld des Kauferingers, die zu Hause in Isolation waren, gilt Entwarnung. Sie dürfen sich seit Montag wieder frei bewegen. Der Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto in Stockdorf im Landkreis Starnberg hatte sich Ende Januar bei einer Kollegin aus China angesteckt. Sie hatte Besuch von ihren Eltern gehabt, die aus der Region Wuhan, dem Ausbruchsort des Coronavirus, stammen.

Am Dienstagabend wurden zwei neue Fälle bekannt, wodurch die Zahl der bayerischen Infizierten auf 14 stieg. Mehr Informationen zu den beiden Betroffenen werden am Mittwoch bekanntgegeben.

Zwölf der 14 Patienten aus Deutschland stammen aus Bayern

Schwierig ist aktuell die Situation für einen 26-Jährigen aus dem Landkreis Landsberg. Er war mit fünf Arbeitskollegen – darunter ebenfalls zwei Männer aus dem Landkreis Landsberg – in den Urlaub nach La Gomera geflogen und auf der kanarischen Insel am Coronavirus erkrankt. Er musste in einem Krankenhaus behandelt werden und darf vorerst nicht ausreisen. Die anderen fünf Männer werden voraussichtlich am Samstag zurück nach Deutschland fliegen. Darüber hinaus dürfen fünf weitere Personen aus dem Landkreis Landsberg ihr Zuhause nicht verlassen. Sie hatten mit zwei Infizierten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und aus München Kontakt. Nach aktuellem Stand wird für diese Gruppe am Donnerstag die Quarantäne aufgehoben.

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In Deutschland gibt es derzeit insgesamt 16 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, 14 stammen aus Bayern. Es handelt sich um Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto und einige ihrer Angehörigen. Bevor am Dienstagabend neue Fälle gemeldet wurden, befanden sich acht Paitenten auf der Isolierstation der München Klinik in Schwabing. Nach Angaben eines Krankenhaus-Sprechers sind alle in einem stabilen Zustand. Die Ärzte testen regelmäßig, ob die Coronapatienten das Virus noch in sich tragen, bislang werden bei den meisten Patienten weiterhin Erreger nachgewiesen. Vier weitere Infizierte – ein Vater, seine Frau und zwei ihrer Kinder – sind im Krankenhaus in Trostberg im Landkreis Traunstein in Quarantäne. Die meisten Patienten hätten leichte grippeähnliche Symptome gezeigt, hatten Ärzte mitgeteilt.

Wann die seit längerem Infizierten die Krankenhäuser verlassen können, ist bislang noch unklar. Ein Sprecher des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sagte: „Die Entlasskriterien positiv getesteter Fälle aus der Klinik sind noch nicht abschließend festgelegt.“ Darüber hinaus mussten nach Angaben des LGL ungefähr 190 Menschen – Kollegen und private Kontaktpersonen der Infizierten – zu Hause bleiben und durften keinen Kontakt zu anderen Menschen haben. Bis Mitte dieser Woche soll dem LGL zufolge voraussichtlich der Großteil von ihnen entlassen werden, sofern die jeweiligen Gesundheitsämter keine Gründe für eine Verlängerung feststellen. Bevor die Isolation endgültig aufgehoben wird, werden alle Personen zum Abschluss noch einmal auf das Virus getestet. Allein im Landkreis Starnberg sei bis Sonntag für 16 Menschen die Isolation aufgehoben worden, sagte der Sprecher des LGL. (mit dpa)

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