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Dachau

11.02.2015

Dachauer Gedenkstätte ersetzt gestohlene KZ-Tür durch Kopie

In der Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde der Diebstahl der KZ-Tür in Dachau nachgestellt - doch es gibt immer noch keine Spur. Nun soll das Tor ersetzt werden.
Bild: Peter Kneffel

Die KZ-Gedenkstätte Dachau wird die gestohlene Tür mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei" wohl durch eine Kopie ersetzen - obwohl die Leiterin dagegen ist.

Immer noch gibt es keine Spur von der historischen KZ-Tür der Gedenkstätte Dachau, die Unbekannte im Anfang November gestohlen hatten. Auch ein Zeugenaufruf in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" brachte bislang keinen Durchbruch. Daher hat sich der Stiftungsrat nun für eine Kopie ausgesprochen.

Das Tor mir dem berühmten zynischen Schriftzug "Arbeit macht frei" soll wohl noch vor der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der KZ-Befreiung Anfang Mai fertig sein. Damit möchte der Stiftungsrat nach eigenen Angaben den Dieben den Triumph nehmen, diese Erinnerung zu stören.

Gedenkstätten-Leiterin Hammermann wollte Lücke bewusst erhalten

Wie der Bayerische Rundfunk meldet, ist Gedenkstätten-Leiterin Gabriele Hammermann gegen die Kopie. Sie habe in einem Interview auf den Beschluss verwiesen, die historische Anlage nicht durch neue Rekonstruktionen zu verfremden.

Stattdessen hatte sich Hammermann dafür ausgesprochen, die Lücke am Platz der KZ-Tür bewusst zu erhalten - als Mahnung. Nun wünscht sie sich eine Diskussion darüber, wie die Gedenkstätte mit eventuellen künftigen Diebstählen umgehen soll.

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