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ÖPNV

30.11.2018

Das 365-Euro-Ticket soll 2020 kommen

Verkehrsminister Hans Reichhart möchte das günstige Ticket für Schüler, Studenten und Auszubildende schon 2020 einführen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Verkehrsminister Hans Reichhart kündigt Schüler- und Studenten-Abo an. Warum das Ziel ambitioniert ist

Ein Euro am Tag soll laut Koalitionsvertrag in Zukunft das Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kosten – das gilt zumindest für Bayerns Großstädte und auch erst mal nur für Schüler, Auszubildende und Studenten. Wann genau das sogenannte 365-Euro-Ticket eingeführt werden soll, diese Information bleibt der Koalitionsvertrag schuldig. Nun meldet sich Verkehrsminister Hans Reichhart ( CSU) zu Wort und überrascht mit einer Ankündigung: Ende 2020 soll es soweit sein.

Knapp zwei Jahre lässt sich der Minister also Zeit, um das Projekt zu realisieren. Er räumt ein: „Das ist ein total ambitioniertes Ziel.“ Bislang gibt es keinen Gesetzesentwurf, auch die Haushaltverhandlungen stehen noch aus. Obendrein müssen auch noch bereits gültige Gesetze geändert werden. Aktuell ist der Staat dazu verpflichtet Schüler- und Studententickets zu bezuschussen. Ein 365-Euro-Ticket wäre mit der bestehenden Rechtslage nicht zu vereinbaren.

Anschließend stehen Gespräche mit den einzelnen Verkehrsverbünden an, darunter auch mit dem AVV. Neben Augsburg soll das 365-Euro-Ticket auch in München, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Regensburg, Ingolstadt und Würzburg eingeführt werden.

Im Wahlkampf gingen die Versprechen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch weiter. Damals kündigte er an, bis spätestens 2030 das Angebot für alle Fahrgäste nach dem Wiener-Modell einzuführen. In der österreichischen Hauptstadt gibt es das 365-Euro-Jahresabo seit dem Jahr 2012. Seither sind die Fahrgast-Zahlen deutlich gestiegen.

Den U-Bahn- und S-Bahn-Verkehr günstiger und damit attraktiver machen, ist auch Söders Ziel. Vor allem im Hinblick auf die zahlreichen Einpendler aus dem Umland, die von einem günstigen Jahresticket profitieren würden. Söder sagte im Wahlkampf dazu: „Natürlich brauchen wir dann auch mehr Fahrzeuge und mehr Kapazitäten. Das wird einen schrittweisen Ausbau erfordern und rund zehn Jahre dauern, bis alles umgestellt ist.“ Im Koalitionsvertrag ist von 2030 nichts zu lesen. Auch Verkehrsminister Reichhart will sich noch nicht festlegen, wann das Angebot kommen soll. Erst seien die Schüler dran, betont er mehrmals.

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