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Das Geschlecht darf nicht länger ein Hindernis sein

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Kommentar Von Judith Roderfeld
05.07.2018

Mädchen sind schlechter in Mathe, weil sie in Geschlechter-Schablonen gezwängt werden. Die Gesellschaft muss umdenken, damit Rollenklischees aufgelöst werden.

Die Schulnote hängt davon ab, mit welchem Geschlecht ein Mensch geboren wird. Zumindest in Mathematik und den Naturwissenschaften. Das beweisen Studien. Und sie beweisen, dass Rollenklischees wie Kettenhemden an Frauen und Mädchen lasten. Damit sich das ändert, muss die Gesellschaft umdenken – als allererstes die Eltern.

Denn Rollenmuster beginnen mit der Geburt. Pressen Eltern ihre Kinder in ein Muster – ob unbewusst oder bewusst – können sie darin gefangen bleiben. Sich weniger zutrauen, nicht die Leistung abrufen, die sie abrufen könnten. Und Mädchen haben es schwerer, wenn sie nicht den Weg einschlagen wollen, den viele für angemessen halten.

Fakt ist: Frauen sind nicht gleichberechtigt

Will eine Frau dann in eine Führungsposition, muss sie sich oft in einer Männerdomäne durchsetzen. Das kann ohne Probleme funktionieren. Oder eben nicht.

Mag sich auch mancher darüber lustig machen, dass Feministinnen im Kampf um Geschlechtergleichheit auf weibliche Endungen pochen. Mag sich mancher darüber lustig machen, dass Femen-Aktivistinnen mit nacktem Oberkörper auf die Straße ziehen. Fakt ist: Frauen werden oft nicht so ernst genommen wie Männer. Sind nicht gleichberechtigt, nicht auf der gleichen Stufe.

Bei Mathe-Wettbewerben gibt es kaum Mädchen

Jessica Ploner ist 14. Bis jetzt spürt sie nichts von den Geschlechter-Schablonen. Nur bei Mathe-Wettbewerben merkt sie, dass sie fast allein ist mit Jungs. Ihr ist egal, was vorgeschrieben ist. Mathe gefällt ihr. Und so sollte es sein – mag ein Mädchen Mathe, soll sie versuchen, sich von den Rollenmustern zu lösen.

Mag ein Mädchen Technik, soll sie der nachgehen. Wichtig ist, dass alle mitmachen, damit das Geschlecht künftig kein Risikofaktor mehr sein muss.

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