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Tourismus

13.09.2018

Das war der beste Bergsommer seit Jahren in den Allgäuer Alpen

Über bestes Bergwetter konnten sich die Wanderer heuer häufig freuen. Das Foto zeigt die Rappenseehütte.
Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Anfang Oktober schließen die ersten Hütten in den Allgäuer Alpen. Wirte und Bergführer sind mit den Umsätzen heuer zufrieden. Woran das liegt.

Fast nur gut gelaunte Menschen und strahlende Gesichter sieht man diesen Sommer in den Bergen. „Das Wetter ist einfach traumhaft, und das seit Monaten fast ununterbrochen“, sagt Bergführer Andreas Tauser von der Alpinschule Oberstdorf. Entsprechend seien immer noch sehr viele Wanderer und Bergsteiger unterwegs. Nach der ersten Oktoberwoche beenden aber die ersten Hütten in den Allgäuer Alpen die Saison. In den Zentralalpen schließen die Unterkünfte des Alpenvereins zum Teil schon in der zweiten Septemberhälfte. Die Hüttenwirte in den Oberstdorfer Bergen seien mit der Saison sehr zufrieden, sagt Moritz Zobel von der Oberstdorfer Alpininformation.

Bergretter berichten von normalen Einsatzzahlen

Normal sei eigentlich, dass es im Verlauf eines Sommers zwei Mal in höheren Lagen schneit, schildert Bergführer Bernd Zehetleitner von der Bergschule Oberallgäu. Heuer habe es aber nur einen ganz kurzen Wintereinbruch in den Hochlagen Ende August gegeben. Ansonsten hätten die Wanderer vielfach beste Verhältnisse vorgefunden. Zehetleitner, der auch Bereitschaftsleiter der Bergwacht in Sonthofen ist, berichtet von ganz normalen Einsatzzahlen der Bergretter trotz der vielen Wanderer.

Bergführer Tauser bezeichnet den Heilbronner Weg und die Steinbock-Route am Allgäuer Hauptkamm als die wohl beliebtesten Höhenwege in der Region. Immer häufiger seien Wanderer auch auf der Weitwanderroute von Oberstdorf bis zur Zugspitze unterwegs. Neben den klassischen Routen gebe es aber auch noch Ecken, in denen nur wenige Wanderer und Bergsteiger laufen: beispielsweise in der Wilden- oder in der Rosszahngruppe. „Da sind die Touren aber dann auch gleich etwas anspruchsvoller“, sagt der Alpinexperte. Wanderern rät Tauser, sich bei einer geplanten Hüttenübernachtung auf jeden Fall vorher anzumelden.

Teilweise sind die Unterkunftshäuser an Wochenenden bereits bis zum Saisonschluss ausgebucht. Da im Herbst die Wetter- und Sichtverhältnisse in den Bergen besonders gut sind, ist vor allem rund um den arbeitsfreien 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) mit einem regelrechten Ansturm zu rechnen.

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Bild: Ulrich Wagner

In Tirol werden bereits die ersten Pisten präpariert

Trotz noch milder Temperaturen können sich Besitzer der Allgäu-Gletscher-Card bereits ab kommendem Wochenende auf die Wintersaison einstellen. Auf dem Pitztaler Gletscher in Tirol sind ab Samstag die ersten Pisten präpariert und die Saisonkarte ist dort gültig.

Nach den Worten von Alpinberater Zobel müssten Wanderer jetzt vor allem nordseitig und in höheren Lagen mit mehr feuchten und eventuell rutschigen Wegstücken rechnen, weil die tiefer stehende Sonne sie nicht mehr abtrocknet. Zudem solle bei der Tourenplanung an die kürzer werdenden Tage gedacht werden.

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